Für BDKJ darf Klimaschutz kein Lippenbekenntnis bleiben

"Rettet das 1,5-Grad-Ziel"

Die von der Regierung geplanten Vorgaben zur Senkung der CO2-Emmissionen dürfen nach Auffassung des Bunds der Deutschen Katholischen Jugend kein Lippenbekenntnis bleiben. Er fordert ein rigoroseres Vorgehen.

Windgeneratoren / © giSpate (shutterstock)

"Es gibt längst Maßnahmen, die wir viel rigoroser umsetzen könnten", sagte der Vorsitzende Gregor Podschun den Zeitungen der Verlagsgruppe Bistumspresse (Sonntag) in Osnabrück.

Der BDKJ fordert unter anderem einen Kohleausstieg bis 2030, eine massive Energie- und Mobilitätswende, stärkeren Klimaschutz in der Landwirtschaft und im Bausektor. "Wir müssen das 1,5-Grad-Ziel unbedingt retten", betonte Podschun.

Richter bringen Regierung in Zugzwang

Nachdem das Bundesverfassungsgericht das bestehende Klimaschutzgesetz in Teilen für verfassungswidrig erklärt hatte, hatten Umweltministerin Svenja Schulze und Finanzminister Olaf Scholz (SPD) vergangene Woche erste Eckpunkte eines neuen Gesetzesentwurfes vorgestellt.

Sie wollen unter anderem die Treibhausgasemissionen bis 2030 um 65 Prozent im Vergleich zu 1990 senken. Das Verfassungsgerichtsurteil könnte laut Podschun ein Präzedenzfall für Generationengerechtigkeit werden. "Erstmals werden Freiheitsrechte nicht nur unter dem Aspekt betrachtet, wie es heutigen, sondern auch wie es zukünftigen Generationen geht."

"Koalitionsverträge nicht aufweichen"

Die Belange junger Menschen müssten dringend ernster genommen werden, so der Verbandsvertreter, beispielsweise indem das Wahlalter auf 14 Jahre herabgesetzt werde und indem sich alle Parteien in ihrem Programm für die Bundestagswahl zum 1,5-Grad-Ziel bekennten. Doch auch hier würden Bekenntnisse allein nicht reichen.

"Wir erwarten, dass sie das dann auch umsetzen und nicht in Koalitionsverträgen aufweichen", so Podschun.

Quelle:
KNA
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