Jerusalemer Holocaustgedenkstätte begeht Gedenktag online

Relevanter als je zuvor

Mit einer Reihe von Online-Veranstaltungen will Yad Vashem trotz der Pandemie den internationalen Holocaustgedenktag begehen. "76 Jahre später ist die Geschichte und sind die Geschichten des Holocausts relevanter als je zuvor."

Yad Vashem (dpa)
Yad Vashem / ( dpa )

Das sagte der Direktor der Jerusalemer Holocaustgedenkstätte, Avner Schalev, laut einer Pressemitteilung von Montagabend. Die Welt kämpfe noch immer gegen den Ausdruck von Hass, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit.

Online stattfinden soll unter das jährliche Symposium der Gedenkstätte für das internationale diplomatische Corps, das neben einem Grußwort des israelischen Präsidenten Reuven Rivlin einen Vortrag des Yad-Vashem-Historikers David Silberklang unter dem Titel "Der Weg von Massenerschießungen zur Endlösung" umfasst. Die für die Öffentlichkeit zugängliche Veranstaltung wird am 27. Januar um 14.30 Uhr deutscher Zeit auf dem Youtube-Kanal der Gedenkstätte live übertragen.

Verbindung zur Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau

Erstmals will die Gedenkstätte virtuell durch die Dauerausstellung "Schoah" der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau führen. Im Zentrum sollen dabei zentrale Themen des Holocaust sowie Einblicke in das reiche jüdische Leben von 1939 und die Welt der Kinder in der Schoah stehen.

Daneben hat Yad Vashem nach eigenen Angaben anlässlich des Holocaustgedenktages eine Webseite mit Online-Ausstellungen und verschiedenen weiteren Ressourcen sowie einer Online-Gedenkwand erstellt. Die Online-Ausstellung "Meine verlorene Kindheit" widme sich durch persönliche Zeugnisse, Fotos und Dokumente dem Schicksal überlebender Kinder des Holocaust und ihrer Reintegration in die Gesellschaft.

Quelle:
KNA
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