Präsident begleitet Eintauchen des Heiligen Kreuzes in Spree

Erinnerung an Taufe Jesu im Jordan

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am Samstag in Berlin zusammen mit seiner Frau Elke Büdenbender an der sogenannten Spreeweihe teilgenommen.

Eine vom griechischen Patriarchat von Fener organisierte Epiphanie-Zeremonie am 6. Januar 2023, bei der das Heilige Kreuz ins Wasser des Goldenen Horns getaucht wird, Symbolbild / © okanozdemir (shutterstock)
Eine vom griechischen Patriarchat von Fener organisierte Epiphanie-Zeremonie am 6. Januar 2023, bei der das Heilige Kreuz ins Wasser des Goldenen Horns getaucht wird, Symbolbild / © okanozdemir ( shutterstock )
Glasmalerei der Taufe Jesu durch Johannes / © vesilvio (shutterstock)
Glasmalerei der Taufe Jesu durch Johannes / © vesilvio ( shutterstock )

Die Spreeweihe werde von der Berliner griechisch-orthodoxen Kirchengemeinde Christi Himmelfahrt bereits seit mehr als einem Jahrzehnt zelebriert, um die Tradition der Kirche lebendig zu halten und das bedeutende Fest der Theophanie, der "Erscheinung des Herrn", zu ehren, hieß es. 

Die Anwesenheit des Bundespräsidenten dabei sei eine große Ehre und Anerkennung. In Berlin wird die Tradition schon seit mehr als zehn Jahren gepflegt. 

Für Bundespräsident Steinmeier war es die erste Teilnahme an der Wassersegnung gewesen. Der Vertreter der Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland, Bischof Emmanuel von Christoupolis, sprach dazu ein Segensgebet und warf ein an einer Schnur befestigtes Kreuz drei Mal in die Spree. 

Orthodoxe Christen weltweit feiern 2000 Jahre alten Ritus 

Mit dabei waren auch Steinmeiers Frau, Elke Büdenbender, sowie Berlins Erzbischof Heiner Koch und der Leiter des Katholischen Büros, Prälat Karl Jüsten, sowie der Metropolit der griechisch-orthodoxen Kirche in Deutschland, Erzbischof Augoustinos Labadarkis. 

Den fast 2000 Jahre alten Ritus der Wasserweihe feiern orthodoxe Christen weltweit. Die Wasserweihe kam von Jerusalem über Konstantinopel (Istanbul) nach Osteuropa. Besonders feierlich wird sie seit dem 19. Jahrhundert in Konstantinopel und Moskau begangen, aber auch in den Zentren der Orthodoxie in den USA. 

Orthodoxe Kirche

Als orthodoxe Kirche wird die aus dem byzantinischen (Oströmischen) Reich hervorgegangene Kirchenfamilie bezeichnet. Sie besteht je nach Standpunkt aus 14 beziehungsweise 15 selbstständigen ("autokephalen") Landeskirchen. "Orthodox" ist griechisch und bedeutet "rechtgläubig". Trotz großer nationaler Unterschiede und innerer Konflikte versteht sich die Orthodoxie in Bekenntnis und Liturgie als eine einzige Kirche. Ehrenoberhaupt ist der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel, Bartholomaios I. (84).

Christlich-orthodoxes Holzkreuz und Kirche in der Nähe von Kharkiv in der Ukraine / © aquatarkus (shutterstock)
Christlich-orthodoxes Holzkreuz und Kirche in der Nähe von Kharkiv in der Ukraine / © aquatarkus ( shutterstock )
Quelle:
epd , KNA