Passauer Bischof erzählt beim Osterlachen "halb guten" Witz

Hohe Erwartungen

2024 sorgte ein Witz von Bischof Stefan Oster, bei dem er und sein Altardienst immer wieder von Lachanfällen heimgesucht wurden, für immense Klickzahlen auf dem Youtube-Kanal des Bistums. Seither sind die Erwartungen an Ostern hoch.

Bischof Stefan Oster / © Cristian Gennari/Romano Siciliani (KNA)
Bischof Stefan Oster / © Cristian Gennari/Romano Siciliani ( KNA )

Der Passauer katholische Bischof Stefan Oster hat sich erneut auf die Suche nach einem Witz für die Tradition des Osterlachens "Risus Paschalis" gemacht. 

"Wahrscheinlich warten die meisten jetzt schon auf ein kleines Osterlachen", sagte der Bischof am Ostersonntag am Ende des feierlichen Gottesdienstes im Passauer Stephansdom. Inzwischen sei dies echt schwierig. Denn: "Die Latte hängt hoch, und es gibt ganz viele schlechte Witze."

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 "Halb guten" Witz

Den Witz, den er ausgesucht habe, sei so "halb gut", räumte Oster ein. Dennoch hoffe er, dass ihn die Gottesdienstbesucher lustig fänden. Dieses Mal ging es um zwei Männer, die nach einer Kneipennacht sturzbetrunken an einem Morgen nach Hause wanken. 

Dabei kommen sie an einer Kirche vorbei, in der gerade das Licht angeht. Da überkommt einen der beiden die Sorge, dass es ihm dreckig gehen dürfte, wenn er in diesem Zustand zu seiner Frau heimkomme. Ginge er aber jetzt beichten, dann könnte das einen Pluspunkt bedeuten.

Der Mann geht also in die Kirche, während sein Begleiter draußen wartet. Der Pfarrer sitzt tatsächlich schon im Beichtstuhl und merkt, was los ist. Er fragt den Mann, ob er etwas ganz Schlimmes zum Beichten habe, etwa dass er jemanden umgebracht habe. 

Denn ein Gespräch sei im Moment ja wohl nicht so leicht mit ihm zu führen. Sein Gegenüber verneint und bekommt daher den Rat, doch morgen wieder zu kommen. "Dann reden wir gescheit", verspricht der Geistliche.

Schwierige Beichte

Der Mann geht daraufhin wieder zu seinem Kumpan. Der ist völlig überrascht, dass das mit dem Beichten so schnell geht, und meint: "Dann gehe ich auch gleich rein." Darauf antwortet sein Kumpel: "Keine Chance. Heute nimmt er nur Mörder." Die Pointe wurde von den Gläubigen mit viel Lachen und Klatschen erwidert.

Der Oster-Witz 2026 und jene der vergangenen Jahre können auf dem Youtube-Kanal des Bistums Passau abgerufen werden. Jener von 2024 war derart gut angekommen, dass weithin darüber berichtet wurde. Denn der Bischof selbst und sein Altardienst waren beim Vorlesen des Witzes immer wieder von Lachanfällen gebeutelt worden. Bis heute erreichte das Video 2,1 Millionen Aufrufe. 

Bistum Passau

Die Diözese Passau wurde 739 von Bonifatius gegründet und war einst mit mehr als 42.000 Quadratkilometern das größte Bistum des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Es erstreckte sich donauabwärts bis Wien. Im Lauf der Geschichte verlor die Diözese sechs Siebtel ihres Gebiets an neu gegründete Bistümer wie Linz, Sankt Pölten und Wien. Mit der Säkularisation 1803 endete die weltliche Herrschaft der Passauer Bischöfe.

Passauer Dom / © Maria Irl (KNA)
Passauer Dom / © Maria Irl ( KNA )
Quelle:
KNA