Papst-Vertreter in Rom kritisiert Ausschluss von Laien

"Müssen um Vergebung bitten"

Der Stellvertreter des Papstes im Bistum Rom, Kardinal Angelo De Donatis, hat sich selbstkritisch über den Ausschluss von Laien in der katholischen Kirche geäußert. Aus Angst um die eigene Wichtigkeit gäben Priester oft nichts aus der Hand, sagte er.

Kardinal Angelo De Donatis (l), Generalvikar des Bistums Rom, und Papst Franziskus, am 3. März 2019 in Rom. / © Cristian Gennari (KNA)
Kardinal Angelo De Donatis (l), Generalvikar des Bistums Rom, und Papst Franziskus, am 3. März 2019 in Rom. / © Cristian Gennari ( KNA )

Aus Sorge um die eigene zentrale Rolle gäben Priester oft nichts aus der Hand, sagte Kardinalvikar De Donatis bei einem Gottesdienst mit Geistlichen seines Bistums am Donnerstag in Rom. Kleriker müssten "um Vergebung bitten", dass sie Laien misstrauten und keine Aufgaben delegierten.

Junge Menschen "gedemütigt"

Besonders junge Menschen würden "gedemütigt", indem man nicht auf sie höre und sie für Träumer halte. "Die Wahrheit ist, dass wir Alten nicht sterben wollen: An unsere alte Welt gewöhnt, stoßen wir Gott, der Neues entfachen will, Stöcke in die Speichen", sagte der Kardinal laut dem italienischen Pressedienst SIR.

An dem traditionellen Gottesdienst in der Lateranbasilika zum Beginn der Fastenzeit nahm auch Papst Franziskus teil. Er hörte im Lauf der Feier persönlich die Beichte einiger Priester und spendete ihnen das Bußsakrament.

Quelle:
KNA