Papst trifft buddhistische Delegation

Jesus und Buddha als Verfechter der Gewaltlosigkeit

Der Papst hat am Samstag im Vatikan eine buddhistische Delegation aus der Mongolei empfangen. Dabei erinnerte das katholische Kirchenoberhaupt an Jesus und Buddha als entschiedene Verfechter von Gewaltlosigkeit.

Vieles gemeinsam? Buddha und Jesus / © beachlane (shutterstock)
Vieles gemeinsam? Buddha und Jesus / © beachlane ( shutterstock )

Frieden sei die dringlichste Sehnsucht der Menschheit heute. "Daher ist es dringend erforderlich, durch den Dialog auf allen Ebenen eine Kultur des Friedens und der Gewaltlosigkeit zu fördern. Und dafür zu arbeiten", so Franziskus in einer kurzen Ansprache.

Seit Freitag hält sich erstmals eine offizielle buddhistische Delegation aus der Mongolei im Vatikan auf. Anlass ist der 30. Jahrestag der Präsenz der katholischen Kirche in dem zentral- und ostasiatischen Land sowie der Aufnahme diplomatischer Beziehungen Ulaanbaatars mit dem Heiligen Stuhls. In der Mongolei leben laut Vatikanangaben etwa 1.400 Katholiken; diese verteilen sich auf acht Pfarreien. Apostolischer Präfekt und damit Vertreter des Papstes ist seit 2020 der Italiener Giorgio Marengo.

Appell gegen Gewalt

Im Dialog der Religionen, so der Papst weiter, müsse "alle dazu anregen, Gewalt in all ihren Formen abzulehnen, einschließlich der Gewalt gegen die Umwelt". Leider gebe es immer noch Menschen, die Religion zur Rechtfertigung von Gewalttaten und Hass missbrauchten.

Zum Besuchsprogramm der Delegation gehörte auch eine Begegnung in der Vatikan-Behörde für interreligiösen Dialog bei Kardinal Miguel Ayuso sowie ein Besuch in den Vatikanischen Museen.

Buddhismus

Der Buddhismus ist eine Lehrtradition und Religion, die ihren Ursprung in Indien hat. Sie hat weltweit je nach Quelle zwischen 230 und 500 Millionen Anhänger – und ist damit die viertgrößte Religion der Erde (nach Christentum, Islam und Hinduismus). Der Buddhismus ist hauptsächlich in Süd-, Südost- und Ostasien verbreitet. Etwa die Hälfte aller Buddhisten lebt in China.

Garten des Buddhismus / © Heike Sicconi (DR)

Quelle:
KNA