Papst spricht mit Jugendlichen über künftige Heilige

Vorbilder aus Frankreich

Einen Tag vor der Heiligsprechung zweier Franzosen hat Papst Franziskus eine Gruppe junger Menschen aus der südfranzösischen Diözese Viviers empfangen. In seiner Ansprache würdigte er die künftigen Heiligen, die aus Viviers stammen.

Jugendliche mit Rosenkranz / © Cristian Gennari/Romano Siciliani (KNA)
Jugendliche mit Rosenkranz / © Cristian Gennari/Romano Siciliani ( KNA )

Ihnen legte er die beiden künftigen Heiligen, Charles de Foucauld (1858-1916) und Marie Rivier (1768-1838) als Vorbilder ans Herz. Beide stammen aus der Diözese Viviers.

Gebet der Hingabe als Empfehlung

Vom Wüsteneremiten Foucauld, so der Papst, könnten die Jugendlichen lernen, "jene Gotteserfahrung zu machen, die ihn dazu brachte, durch einfache Präsenz zu evangelisieren". Diese diskrete Form, die christliche Botschaft zu leben, sei sehr anspruchsvoll, weil sie ein kohärentes Leben erfordere. Dazu empfahl Franziskus den Jugendlichen Foucaulds sogenanntes "Gebet der Hingabe".

Charles de Foucauld / © Gemeinfrei
Charles de Foucauld / © Gemeinfrei

In diesem heißt es unter anderem: "Mein Vater, ich überlasse mich dir, mach mit mir, was dir gefällt. Was du auch mit mir tun magst, ich danke dir. Zu allem bin ich bereit, alles nehme ich an.  Wenn nur dein Wille sich an mir erfüllt und an allen deinen Geschöpfen, so ersehne ich weiter nichts, mein Gott."

Sich den Kleinen und Schwachen zuwenden

Marie Rivier hingegen, die sich vor allem der Unterweisung von Kindern und Jugendlichen widmete und eine entsprechende Schwesterngemeinschaft gründete, könne ein Vorbild sein, sich gerade den Kleinen und Schwachen zuzuwenden, sagte Franziskus weiter.

 

Er hoffe, "dass es noch viele Frauen von diesem Format geben" werde, "die bescheiden und mutig Gottes Liebe zu den Kleinen, die einfach nur lernen wollen, bekannt machen".

Heiligsprechung

Die Heiligsprechung in der katholischen Kirche ist eine feierliche Erklärung des Papstes über das vorbildlich christliche Leben eines Menschen und über dessen endgültige Aufnahme bei Gott. Nach dieser Kanonisation, die im Rahmen eines Festgottesdienstes vollzogen wird, darf die betreffende Person weltweit verehrt werden.

Heiligsprechung (dpa)

 

Quelle:
KNA