Papst schließt Gespräche mit dem "Islamischen Staat" nicht aus

Trotz allem

Papst Franziskus will Gespräche mit der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) nicht von vornherein völlig ausschließen, wenn dadurch größeres Leid vermieden werden kann. Zugleich bekräftigte er, der Terrorismus bleibe eine große Bedrohung.

Journalistenfragen im Papst-Flugzeug (KNA)
Journalistenfragen im Papst-Flugzeug / ( KNA )

"Ich gehe immer davon aus, dass man nie aufgeben soll. Vielleicht kann man in der Tat keinen Dialog führen, aber dennoch darf man nie die Tür zum Gespräch verschließen", sagte er beim Rückflug von seinem Besuch in der Europastadt Straßburg am Dienstag. Offen blieb, ob der Papst hierbei für den Vatikan sprach oder die internationale Staatengemeinschaft im Blick hatte.

Terroristische Gewalt ungerechter Aggressoren müsse bekämpft werden. Grundlage dafür muss nach seinen Worten ein gemeinsames Vorgehen der internationalen Gemeinschaft sein. Kein Land dürfe auf eigene Faust handeln.

Papst betet für Deutschland

Auf dem Rückweg von seiner Visite der Europa-Institutionen in Straßburg überflog Papst Franziskus auch den Schwarzwald. Dabei ließ er aus dem Cockpit ein Grußtelegramm an Bundespräsident Joachim Gauck senden. "Da ich auf der Rückkehr von meinem Besuch des Europäischen Parlaments und des Europarats deutschen Luftraum betrete, sende ich Ihrer Exzellenz und Ihren Landsleuten herzliche Grüße", heißt es in dem englischen Text. "Mit der Zusage meines Gebets für das ganze deutsche Volk erbitte ich für Sie den Segen Gottes, Glück und Frieden."

Traditionell schickt der Papst Grußtelegramme an die Oberhäupter aller Staaten, deren Luftraum er durchquert. Ob und wann Franziskus einmal seinen Fuß auf deutschen Boden setzt, ist offen.

Quelle:
KNA