Papst Leo XIV. hat die Staaten der Welt zu einer Olympischen Waffenruhe ermutigt. "In einer Welt, die nach Frieden dürstet, benötigen wir Instrumente, die dem Machtmissbrauch, der Zurschaustellung von Stärke und der Gleichgültigkeit hinsichtlich des Rechts ein Ende setzten", schreibt der Papst in einem Brief, den der Vatikan anlässlich der Eröffnung der Olympischen Winterspiele in Mailand am Freitag veröffentlich hat.
Am Freitagabend (20 Uhr) findet im San-Siro-Stadion in Mailand die offizielle Eröffnungsfeier für die 25. Olympischen Winterspiele statt. "Ich ermutige alle Nationen nachdrücklich, dieses Instrument der Hoffnung, das die Olympische Waffenruhe darstellt, wiederzuentdecken und zu respektieren", schreibt Leo.
Im antiken Griechenland wurden vor, während und nach den Olympischen Spielen alle Feindseligkeiten ausgesetzt, damit Sportler und Besucher frei reisen und die Wettkämpfe ohne Unterbrechungen stattfinden konnten.
Beste Wünsche des Papsts an die Sportler
In dem neunseitigen Brief geht der Papst unter anderem auch auf den kulturellen Wert von sportlicher Betätigung, die Geschichte des Sports und dessen Auswirkungen auf die Persönlichkeitsentwicklung ein. Außerdem richtet Leo den Olympioniken seine besten Wünsche aus.
Bekannt ist, dass Papst Leo selbst gerne Sport treibt. Vor seiner Wahl zum Papst war der gebürtige US-Amerikaner Robert Francis Prevost regelmäßig in einem Fitnessstudio in Rom anzutreffen. Auch Tennis soll der 70-Jährige gerne spielen.
Es ist das erste Mal, dass es offiziell zwei Gastgeberstädte für die Olympischen Winterspiele gibt, neben Mailand das östlich von Bozen gelegene Cortina d Ampezzo. Bis zum 22 Februar treten fast 3.000 Sportlerinnen und Sportler an insgesamt sieben Austragungsorten in Norditalien in Wettbewerben des Wintersports gegeneinander an. Vom 6. bis zum 15. März finden an den selben Austragungsstätten die 14. Paralympischen Winterspiele statt.