Papst Leo XIV. hat den Angehörigen der christlichen Minderheit in Algerien Mut gemacht, ihren Glauben zu leben. Bei einem Wortgottesdienst in der Basilika Unserer Lieben Frau von Afrika in Algier erinnerte er am Montagabend an die antiken Wurzeln der christlichen Kirche in Nordafrika und an jene, die dort wegen ihres Glaubens getötet wurden.
Er sagte: "Ihr seid auch Erben einer noch älteren Tradition, die bis in die ersten Jahrhunderte des Christentums zurückreicht. In diesem Land erklang die leidenschaftliche Stimme des Augustinus von Hippo, der das Zeugnis seiner Mutter, der heiligen Monika, und anderer Heiliger vorausgegangen war. Ihr Andenken ist ein klarer Aufruf, auch heute glaubwürdige Zeichen der Gemeinschaft, des Dialogs und des Friedens zu sein." Damit erinnerte er an den Kirchenvater Augustinus (354-430), an dem er selbst sich als Ordensmann orientiert hat.
Erinnerung an katholische Märtyrer
Mit großem Nachdruck erinnerte der Papst an die algerischen Märtyrer des 20. Jahrhunderts: "Angesichts von Hass und Gewalt blieben in der Nächstenliebe bis zum Opfer ihres Lebens treu, zusammen mit vielen anderen Männern und Frauen, Christen und Muslimen. Sie taten dies ohne Ansprüche und ohne Aufhebens, mit der Gelassenheit und Standhaftigkeit derer, die weder vermessen sind noch verzweifeln, weil sie wissen, wem sie ihr Vertrauen geschenkt haben."
Er ermutigte die Christen in Algerien, auch in der Gegenwart die Botschaft des Friedens und der Nächstenliebe weiterzutragen. Nur Gott könne das schenken, was keine menschliche Macht garantieren kann: die tiefe Versöhnung der Herzen und damit den wahren Frieden. Er schloss mit den Worten: "Deshalb ermutige ich euch, liebe Brüder und Schwestern, eure Arbeit in Algerien fortzusetzen, als eine geeinte und offene Glaubensgemeinschaft."