Papst Leo XIV. fordert USA und Kuba zu Dialog auf

"Äußerst beunruhigende Nachrichten"

Zwischen Washington und Havanna herrscht eine angespannte Lage. Papst Leo XIV. hat die USA und Kuba eindringlich zum Dialog aufgerufen. Er warnt vor Gewalt und schließt sich der Sorge der kubanischen Bischöfe vor sozialen Unruhen an.

Ansichtskarte mit Papst Leo XIV. / © Alessia Giuliani/CPP (KNA)
Ansichtskarte mit Papst Leo XIV. / © Alessia Giuliani/CPP ( KNA )

Papst Leo XIV. hat die USA und Kuba zum Dialog aufgefordert. "Ich habe die äußerst beunruhigenden Nachrichten über die zunehmenden Spannungen zwischen Kuba und den Vereinigten Staaten von Amerika, zwei Nachbarländern, erhalten", heißt es in einem Beitrag des Papstes auf der Plattform X am Sonntag.

"Ich schließe mich der Botschaft der kubanischen Bischöfe an und fordere alle Verantwortlichen auf, einen aufrichtigen und wirksamen Dialog zu fördern, um Gewalt und alle Handlungen zu vermeiden, die das Leid des kubanischen Volkes noch verstärken könnten", so der aus den USA stammende Papst weiter.

Kubas Bischöfe hatten am Samstag gewarnt: "Die Gefahr von sozialen Unruhen und Gewalt ist real. Kein Kubaner guten Willens würde sich über ein solches Szenario freuen."

Katholische Kirche auf Kuba

Auf der Karibikinsel Kuba ist die katholische Kirche weniger stark verankert als in anderen lateinamerikanischen Ländern. Rund 60 Prozent der rund 11,3 Millionen Kubaner sind katholisch getauft. Diese vergleichsweise geringe Präsenz ist nicht allein Ergebnis der seit rund 60 Jahren andauernden kommunistischen Herrschaft, sondern reicht bis in die spanische Kolonialzeit zurück. Die langjährige gesellschaftliche Ausgrenzung der Kirche auf Kuba spiegelt sich insbesondere auch im Bildungs- und Gesundheitswesen wider.

Straßenbild aus Havanna, Kuba / © Mike Laptev (shutterstock)
Straßenbild aus Havanna, Kuba / © Mike Laptev ( shutterstock )
Quelle:
KNA