Papst Leo XIV. äußert sich zu neuer Trump-Attacke

"Keine Angst vor der Trump-Regierung"

Die Angriffe aus Washington auf Papst Leo XIV. reißen nicht ab. Auf eine neue Attacke von US-Präsident Donald Trump hat das Kirchenoberhaupt nun kurz vor einem Treffen mit US-Außenminister Marco Rubio im Vatikan reagiert .

Archivbild: Papst Leo XIV. in Castel Gandolfo / © Cristian Gennari/Romano Siciliani (KNA)
Archivbild: Papst Leo XIV. in Castel Gandolfo / © Cristian Gennari/Romano Siciliani ( KNA )

Papst Leo XIV. hat auf die neuesten Attacken von US-Präsident Donald Trump reagiert. "Wenn mich jemand dafür kritisieren will, dass ich das Evangelium verkünde, soll er das mit der Wahrheit tun", sagte das Kirchenoberhaupt am Dienstagabend vor Journalisten in Castel Gandolfo.

US-Präsident Donald Trump / © Manuel Balce (dpa)
US-Präsident Donald Trump / © Manuel Balce ( dpa )

Die Kirche spreche sich seit Jahren gegen alle Atomwaffen aus, daran gebe es keinen Zweifel, so Leo XIV. zur erneuten Behauptung Trumps, der Papst würde es in Ordnung finden, wenn der Iran über eine Atomwaffe verfüge. Der 70-jährige Pontifex verwies auf seine ersten Worte nach seiner Wahl zum Papst: "Ich habe gesagt: 'Friede sei mit euch', und die Mission der Kirche ist es, das Evangelium zu verkünden, den Frieden zu verkünden."

Serie von Attacken aus Washington

Die aktuelle Attacke ist Teil einer ganzen Serie von Angriffen aus Washington auf das Kirchenoberhaupt, das gebürtig aus den USA stammt. Mitte April hatte Trump dem Papst vorgeworfen, seinen Job nicht gut zu machen. Er sei "schwach bei der Kriminalitätsbekämpfung" und "furchtbar in der Außenpolitik", nachdem das Kirchenoberhaupt den Angriff der USA und Israels auf den Iran als "wahrlich inakzeptabel" verurteilt hatte. Schon damals behauptete Trump, Leo wolle dem Iran erlauben, Atomwaffen zu besitzen.

Leo XIV. selbst reagierte gelassen auf den Angriff: Er habe keine Angst vor der Trump-Regierung, wolle sich aber auch nicht auf eine Debatte mit dem US-Präsidenten einlassen. Am kommenden Donnerstag empfängt der Papst US-Außenminister Marco Rubio im Vatikan.

Die schwierigen Beziehungen zwischen den USA und dem Vatikan

Die USA und der Vatikan unterhalten erst seit 1984 wieder volle diplomatische Beziehungen. Johannes Paul II. und US-Präsident Reagan einte der Antikommunismus. Mit einem Donald Trump einig zu sein - wer könnte das? Inzwischen täglich vergreift sich Donald Trump im Ton eines US-Präsidenten. Derzeit im Fokus: sein Landsmann Papst Leo XIV. Trumps Verbalattacken sind ein neuer Tiefpunkt in einer Geschichte schwieriger Beziehungen zwischen den USA und dem Vatikan. Die Katholische Nachrichten-Agentur (KNA) gibt einen Überblick:

US-amerikanische Fahne mit einem Aufdruck von Papst Leo XIV. am 17. Juni 2025 in Rom. / © Cindy Wooden/CNS photo (KNA)
US-amerikanische Fahne mit einem Aufdruck von Papst Leo XIV. am 17. Juni 2025 in Rom. / © Cindy Wooden/CNS photo ( KNA )
Quelle:
KNA