Papst hat vor Argentiniens Fußball-WM-Sieg "gelitten"

Anti-TV-Gelöbnis eingehalten

Papst Franziskus freut sich über den Sieg seines Heimatlandes Argentinien bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar. Seit über 30 Jahren schaut er allerdings kein Fernsehen mehr und ließ sich während des Finales unterrichten.

Frankreichs Elfmeter gegen Argentinien sitzt / © Natacha Pisarenko (dpa)
Frankreichs Elfmeter gegen Argentinien sitzt / © Natacha Pisarenko ( dpa )

Über die Stimmung des Heiligen Vaters am Abend des WM-Finales ist besonders gut der argentinische Kurienkardinal Leonardo Sandri unterrichtet.

"Natürlich haben wir mit dem Papst darüber gesprochen, wir sind alle sehr glücklich über den Sieg im WM-Finale", sagte der Kardinal am Montagabend vor Medienvertretern in Rom. "Es war ein großartiges Ergebnis für eine Mannschaft, die sich lange vorbereitet hat".

Gratulation an die Gewinner

Franziskus soll "wie alle anderen gelitten" haben, als man ihm über den Verlauf des erst im Elfmeterschießen entschiedenen Finalspiels gegen Frankreich berichtete. Live mitverfolgt hat der Papst die Partie nach Angaben der Zeitung "La Nacion" indes nicht. Er sei auch diesmal einem 1990 der Jungfrau Maria gegebenen Versprechen treu geblieben, nicht mehr fernzusehen.

Wenige Stunden vor dem Spiel am Sonntag hatte sich das Kirchenoberhaupt vorab im italienischen Sender Canale 5 geäußert – in einem Interview, das später am Abend ausgestrahlt wurde und eine Botschaft an die Gewinnermannschaft enthielt. "Alle gratulieren den Gewinnern. Sie sollen ihren Sieg in Demut leben. Und jene, die nicht gewinnen, sollen es mit Freude tun; denn der größte Wert ist nicht, zu gewinnen oder nicht zu gewinnen, sondern fair und gut zu spielen", sagte Franziskus.

 

Quelle:
KNA
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