Papst gewährt Ablass zum Welttag der Großeltern

Zeit für Alte, Kranke, Einsame und Behinderte

Der Vatikan gewährt zum zweiten katholischen Welttag der Großeltern und alten Menschen am 24. Juli einen vollkommenen Ablass. Der Ablass ist der Erlass von Strafen im Jenseits, die man zuvor gebeichtet hat.

Großmutter mit Enkeln in einer Kirche / © Corinne Simon (KNA)
Großmutter mit Enkeln in einer Kirche / © Corinne Simon ( KNA )

Möglich sei dieser für alle Gläubigen, die an der Zeremonie des Papstes oder an einer der weltweit stattfindenden Veranstaltungen anlässlich des Welttages teilnehmen, heißt es in dem am Montag veröffentlichten Dekret.

Weiter könne der Ablass von denjenigen empfangen werden, die sich am 24. Juli "ausreichend Zeit für den Besuch nehmen" von alten, kranken, einsamen oder behinderten Menschen, so der Vatikan. Dies gelte auch für Jene, die aus schwerwiegenden Gründen das Haus nicht verlassen können. Zur Gewährung des Ablasses gelten die "üblichen Bedingungen": Beichte, Kommunion und Gebet nach Intention des Papstes.

Festgelegt von Papst Paul VI.

Der Ablass ist ein Nachlass zeitlicher Bußstrafen für die Sünden, die man gebeichtet hat und die hinsichtlich der Schuld schon vergeben sind. Entstanden aus verschiedenen Elementen des spätantiken und frühmittelalterlichen Bußwesens, stellt er eine besondere Form des Umgangs mit dem Büßer dar, die nur die katholische Kirche kennt.

Die heutige katholische Ablasslehre wurde von Papst Paul VI. 1967 festgelegt. Demnach unterscheidet die Kirche zwischen einem teilweisen und einem vollkommenen Ablass. Beide kann zu bestimmten Anlässen jeder Katholik erwerben, der die vorgeschriebenen Bedingungen erfüllt.

Hintergrund: Welttag der Großeltern und Senioren

Franziskus hatte den Gedenktag Ende Januar 2021 ausgerufen. Er soll jährlich am vierten Sonntag im Juli begangen werden. Premiere war am 25. Juli 2021, das Motto lautete "Ich bin mit euch alle Tage" (Matthäus 28,20).

Ziel des Gedenktages ist es, die Nähe der katholischen Kirche zu Senioren zum Ausdruck bringen, aber auch an deren Aufgabe für die Glaubenserziehung der jungen Generation zu erinnern. Seit 1991 findet bereits auf Initiative der Vereinten Nationen alljährlich am 1. Oktober ein "Tag der älteren Generation" statt. (kna)

Senioren mit Gehhilfe / © interstid (shutterstock)

Quelle:
KNA