Papst Franziskus wünscht allen einen schönen Urlaub

Marienheiligtum besuchen

Der Papst hat allen Menschen einen schönen Urlaub gewünscht. Zugleich denke er an all jene, die sich keine Reisen leisten können, so Franziskus beim Mittagsgebet im Vatikan. Zudem rief er zu einem Besuch eines Marienheiligtums auf.

Papst Franziskus beim Mittagsgebet / © Vatican Media/Romano Siciliani (KNA)
Papst Franziskus beim Mittagsgebet / © Vatican Media/Romano Siciliani ( KNA )

Für Pilger und Bewohner in Rom sei die Kirche Santa Maria Maggiore der Ort, um vor der Ikone "Salus populi romani" zu beten, so Franziskus an Mariä Himmelfahrt. Das Bildnis gehört zu den Lieblingsikonen des Papstes und gilt als bedeutendste Marienikone der italienischen Hauptstadt.

Franziskus erinnerte daran, dass in der römischen Basilika außerdem die Marienstatue "Regina pacis" (Königin des Friedens) zu finden ist. Vor ihr hatte er Anfang Juni einen Rosenkranz für den Frieden weltweit – insbesondere in der Ukraine – gebetet. Auch dazu rief er die Gläubigen am Montag auf.

Feiertag geht auf Kaiser Augustus zurück

In Italien fällt der kirchliche Feiertag Mariä Himmelfahrt mit "Ferragosto" zusammen, einem Tag, an dem das öffentliche Leben nahezu still steht und Italiener traditionell im Urlaub sind.

Der wichtigste italienische Feiertag wird auf Kaiser Augustus zurückgeführt, der im Jahr 18 vor Christus die "Feriae Augusti" einführte – zur Erholung nach der Sommerernte. Später besetzte die Kirche das heidnische Fest mit der Aufnahme Mariens in den Himmel und verschob das Datum von Anfang August auf den 15. des Monats.

Mit ermäßigten Zugtickets aufs Land fahren

Der Brauch, an diesem Tag aus den Städten aufs Land zu fahren, hat allerdings mit einer Initiative der italienischen Faschisten zu tun. Sie führten in den 1920er Jahren ermäßigte Zugtickets ein, mit denen die Italiener die Schönheit ihrer Heimat erkunden sollten.

Mariä Himmelfahrt

Am 15. August feiert die katholische Kirche das Hochfest Mariä Himmelfahrt. Es hat seinen Ursprung in der Ostkirche, wo es im Jahr 431 eingeführt wurde. In der römischen Kirche wird die in der Bibel nicht beschriebene Aufnahme Mariens in den Himmel seit dem 7. Jahrhundert gefeiert, in Deutschland seit dem 9. Jahrhundert.

Papst Pius XII. (1939-1958) verkündete 1950 als bislang letztes katholisches Dogma die "leibliche Aufnahme Mariens in den Himmel". Der Lehrsatz unterstreicht die für das christliche Menschenbild wesentliche Zusammengehörigkeit von Leib und Seele.

Ausschnitt des Gemäldes "Mariä Himmelfahrt" von El Greco / © N.N. (dpa)
Ausschnitt des Gemäldes "Mariä Himmelfahrt" von El Greco / © N.N. ( dpa )

Quelle:
KNA