Papst Franziskus weiter stabil

Keine künstliche Beatmung

Am dritten Sonntag seines Klinikaufenthalts ist der medizinische Zustand des Papstes laut Mitteilung des Vatikan stabil. Er nutzte dies für eine weitere Begegnung mit den beiden wichtigsten Mitarbeitern seines Regierungsapparats.

Junge Frauen beten vor Luftballons für die Genesung von Papst Franziskus vor dem Gemelli-Krankenhaus in Rom / © Alessia Giuliani (KNA)
Junge Frauen beten vor Luftballons für die Genesung von Papst Franziskus vor dem Gemelli-Krankenhaus in Rom / © Alessia Giuliani ( KNA )

Der Gesundheitszustand von Papst Franziskus ist aktuell stabil. Das teilte der Vatikan am Sonntagabend mit. Anders als an den Vortagen habe er keine mechanische Beatmung benötigt, sondern lediglich die Sauerstofftherapie fortgesetzt. Er sei weiterhin fieberfrei.

Dennoch bleibe die Prognose angesichts der Komplexität des Befundes weiterhin zurückhaltend, hieß es. Der Papst habe gemeinsam mit dem medizinischen Personal an einer Sonntagsmesse teilgenommen.

Treffen mit Kardinal Parolin

Am Vormittag empfing Franziskus Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin und die vatikanische "Nummer Drei", Erzbischof Edgar Pena Parra, in der Klinik. Über den Inhalt der Unterredung wurde nichts mitgeteilt.

Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin / © Lola Gomez/CNS photo (KNA)
Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin / © Lola Gomez/CNS photo ( KNA )

Es handelte sich um die zweite offiziell mitgeteilte Begegnung dieser Art, nachdem der Papst am 14. Februar mit einer schweren Atemwegserkrankung in die Gemelli-Klinik gebracht worden war. Die erste fand am 24. Februar in gleicher Zusammensetzung statt.

Damals wurde entschieden, demnächst eine Versammlung aller Kardinäle, ein sogenanntes Konsistorium, einzuberufen; allerdings wurde kein Datum für das Treffen festgelegt. Als Anlass wurden damals Entscheidungen für zwei anstehende Heiligsprechungen genannt.

Gemelli-Klinik

Die Gemelli-Klinik ist das akademische Lehrkrankenhaus der Katholischen Universität «Sacro Cuore» in Rom. Das Klinikum nahm seinen Dienst 1964 auf, es gilt als eines der besten Krankenhäuser Roms. Seinen Namen verdankt es dem Mediziner und Psychologen Pater Agostino Gemelli (1878-1959).

Nach dem plötzlichen Tod von Johannes Paul I. (1978) wurde im zehnten Stock der Klinik ein eigenes Appartement für Päpste reserviert. Bis dahin wurden sie im Falle einer Erkrankung im Vatikan oder am Sommersitz Castel Gandolfo medizinisch behandelt.

Gemelli-Klinik in Rom (dpa)
Gemelli-Klinik in Rom / ( dpa )
Quelle:
KNA