Papst Franziskus empfängt Irlands Präsidenten Higgins

Beziehungen jahrelang belastet

Papst Franziskus hat Irlands Präsidenten Michael Daniel Higgins im Vatikan empfangen. Im Anschluss sprach er laut vatikanischem Presseamt mit Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin und dem Vatikan-Außenbeauftragten Richard Gallagher.

Papst Franziskus empfängt Michael Daniel Higgins, Präsident von Irland, am 19. Oktober 2023 im Vatikan. / © Vatican Media/Romano Siciliani (KNA)
Papst Franziskus empfängt Michael Daniel Higgins, Präsident von Irland, am 19. Oktober 2023 im Vatikan. / © Vatican Media/Romano Siciliani ( KNA )
Papst Franziskus im Gespräch mit Michael Daniel Higgins, dem Präsident von Irland, am 19. Oktober 2023 im Vatikan. / © Vatican Media/Romano Siciliani (KNA)
Papst Franziskus im Gespräch mit Michael Daniel Higgins, dem Präsident von Irland, am 19. Oktober 2023 im Vatikan. / © Vatican Media/Romano Siciliani ( KNA )

Die Begegnung Higgins mit dem Papst am Donnerstagmorgen dauerte knapp eine halbe Stunde, wie im Anschluss bekanntgegeben wurde. In dem anschlißenden Gespräch mit Parolin und Gallagher sei es unter anderem um die Lebensmittelsicherheit in Entwicklungsländern und den Einsatz für die Überwindung des Hungers in der Welt gegangen.

Es sei auch um die Themen Naturschutz und Migration gegangen und um die Frage, wie angesichts der aktuell delikaten internationalen Lage der Multilateralismus weiter entwickelt werden könne. In dem freundlichen Austausch hätten sich die Gesprächspartner zufrieden über die guten Beziehungen zwischen Irland und dem Heiligen Stuhl gezeigt.

Irische Katholiken fordern radikale Konsequenzen

Der Papst posiert auf einem Gruppenfoto mit dem Präsident von Irland, Michael Daniel Higgins, am 19. Oktober 2023 im Vatikan. / © Vatican Media/Romano Siciliani (KNA)
Der Papst posiert auf einem Gruppenfoto mit dem Präsident von Irland, Michael Daniel Higgins, am 19. Oktober 2023 im Vatikan. / © Vatican Media/Romano Siciliani ( KNA )

Die katholische Kirche in Irland wurde ab den frühen 2000-er Jahren von klerikalen Missbrauchsskandalen schwer erschüttert. Auch die Beziehungen zwischen Staat und Kirche waren davon über Jahre belastet.

Im Vorfeld der derzeitigen Weltsynode im Vatikan forderten irische Katholiken radikale Konsequenzen aus dem Missbrauchsskandal. Aus Irland nehmen an der Weltsynode die Bischöfe von Limerick und Raphoe, Brendan Leahy und Alexander Aloysius McGuckian, als Mitglieder teil. Nicht-stimmberechtigter Berater ist zudem der Priester und Theologieprofessor Eamonn Conway.

Quelle:
KNA