Papst ermutigt zum Schuldbekenntnis

Bußgottesdienst im Petersdom

Papst Franziskus hat dazu ermutigt, sich zu den eigenen Sünden und Verfehlungen zu bekennen. "Wer von uns kann behaupten, er sei kein Sünder? Niemand", sagte er in seiner Predigt während des Bußgottesdienstes am Freitagabend im Petersdom.

Papst Franziskus (dpa)
Papst Franziskus / ( dpa )

Der Apostel Johannes spreche von einem Selbstbetrug, wenn man die eigene Sündenlosigkeit behaupte. Solche Menschen trügen die Wahrheit nicht in sich, zitierte ihn der Papst. Jeder ist nach seinen Worten aufgefordert, immer wieder Buße zu tun, um sich der Barmherzigkeit Gottes zu öffnen.

Der "neue Mensch", durch Gott in der Taufe erneuert, lasse sich nicht von der Sünde ablenken, sondern konzentriere sich auf die Dinge, die wirklich zählten im Leben. Das Herz des erneuerten Menschen halte an der Wahrheit fest und stehle nicht, sondern tue Gutes und teile mit den Bedürftigen, sagte der Papst. Darüber hinaus solle ein jeder an der Liebe festhalten. Die Liebe Gottes halte ewig und gebe die Kraft, sich immer wieder zu erheben und neu anzufangen, so Franziskus.

Mit dem Bußgottesdienst hat die Aktion "24 Stunden dem Herrn zu schenken" des Päpstlichen Rates zur Neuevangelisierung begonnen. Weltweit, auch in Deutschland, beteiligen sich Bistümer an der 24-stündigen Gebetsaktion. Im Anschluss an die Liturgie folgte im Petersdom eine Eucharistische Anbetung, bei der auch Papst Franziskus Gläubigen die Beichte abnahm. Zuvor legte er selbst bei einem der anwesenden Priester die Beichte ab.

 

Quelle:
KNA