Papst ermutigt Buddhisten zur Zusammenarbeit

"Wir sind alle Geschwister"

Papst Franziskus hat Vertreter des Buddhismus zu verstärkter Zusammenarbeit für Gerechtigkeit und Frieden ermutigt. "Wir sind alle Geschwister", sagte das Kirchenoberhaupt vor einer Delegation aus Thailand.

Papst Franziskus empfängt eine Delegation buddhistischer Mönche aus Thailand zu einer Audienz im Vatikan / © Vatican Media/Romano Siciliani (KNA)
Papst Franziskus empfängt eine Delegation buddhistischer Mönche aus Thailand zu einer Audienz im Vatikan / © Vatican Media/Romano Siciliani ( KNA )

Dies müsse im Alltag eine größere Rolle spielen. In einer von Konflikten zerrissenen Welt sei Freundschaft zwischen Christen und Buddhisten umso wichtiger.

Bei der Begegnung im Vatikan am Freitag waren 33 prominente thailändische Mönche, 66 buddhistische Laien, aber auch Mitglieder der katholischen Kirche in Thailand anwesend. Anlass war der 50. Jahrestag eines Treffens von Papst Paul VI. mit dem Obersten Mönchspatriarchen des asiatischen Landes.

Freundlicher Dialog

Der "freundliche Dialog" zwischen den beiden religiösen Traditionen sei in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich ausgebaut worden, lobte Franziskus. Er erwähnte unter anderem seine Thailand-Reise 2019, bei der er "wunderbare" Gastfreundschaft erlebt habe. Der Papst warb dafür, sich gemeinsam noch mehr für die Schwächsten der Gesellschaft einzusetzen. Es gelte, Egoismus zu überwinden, der weltweit Leid und Gewalt hervorbringe. Jesus und Buddha, so Franziskus, hätten das verstanden.

Buddhismus

Der Buddhismus ist eine Lehrtradition und Religion, die ihren Ursprung in Indien hat. Sie hat weltweit je nach Quelle zwischen 230 und 500 Millionen Anhänger – und ist damit die viertgrößte Religion der Erde (nach Christentum, Islam und Hinduismus). Der Buddhismus ist hauptsächlich in Süd-, Südost- und Ostasien verbreitet. Etwa die Hälfte aller Buddhisten lebt in China.

Garten des Buddhismus / © Heike Sicconi (DR)
Garten des Buddhismus / © Heike Sicconi ( DR )

Quelle:
KNA