Papst empfiehlt Brettspiele statt digitalem Gedaddel

Regt an und ist für alle zugänglich

Brettspiele wie Dame findet Papst Franziskus besser, als am Handy zu daddeln. Begegnung, Logik, geistige Präsenz machen den Wert realer Spiele aus, meint das Kirchenoberhaupt. Der übermäßige Gebrauch neuer Medien sei einschläfernd.

Symbolbild Zwei Menschen spielen Dame / © LightField Studios (shutterstock)
Symbolbild Zwei Menschen spielen Dame / © LightField Studios ( shutterstock )

Papst Franziskus hält Brettspiele für besser als übermäßigen Gebrauch von Online-Medien. Ein Spiel wie das Damespiel trainiere die Fähigkeit zur Logik, sagte er am Freitag zu Mitgliedern des Italienischen Damespiel-Verbandes, die er zum 100-jährigen Bestehen im Vatikan empfing. "Und das ist nötig, denn der übermäßige Gebrauch der neuen Medien schläfert diese Fähigkeit ein!"

Papst Franziskus / © Pablo Esparza/CNS photo (KNA)
Papst Franziskus / © Pablo Esparza/CNS photo ( KNA )

Das Damespiel rege den Geist an und sei für alle zugänglich, lobte der Papst. Es erfordere Intelligenz, Beweglichkeit und Aufmerksamkeit, aber sonst keine großen Mittel. In einer von Individualismus geprägten Welt, die manchmal Gefahr laufe, in die Isolation zu geraten, sorge gemeinsames Spielen für "saubere, frische Luft".

Erleichterung mit Dame

Das Damespiel sei auch eine der häufigsten Freizeitbeschäftigungen von Migranten, die an den Küsten Italiens ankommen. Sie, die sich in einer unsicheren und beängstigenden Situation befänden, könnten Erleichterung darin finden.

Dame ist ein strategisches Brettspiel für zwei Spieler und wird auf einem Schachbrett mit acht mal acht oder zehn mal zehn hellen und dunklen Feldern gespielt. Ziel des Spiels ist, durch das Überspringen der gegnerischen Steine diese zu schlagen oder bewegungsunfähig zu machen.

Papst Franziskus auf der Biennale in Venedig

Papst Franziskus wird der erste Papst sein, der die internationale Kunstausstellung Biennale besucht. Die Kunstbiennale in Venedig findet in diesem Jahr zum 60. Mal statt und dauert bis zum 24. November.

Zeichen der alljährlichen Biennale von Venedig in italienischer Sprache an einer Palazzo-Mauer / © ColorMaker (shutterstock)
Zeichen der alljährlichen Biennale von Venedig in italienischer Sprache an einer Palazzo-Mauer / © ColorMaker ( shutterstock )
Quelle:
KNA