Ökumenisches Pfarrer-Duo betreut Sportler bei Paralympics

Gemischtes Doppel

Zwei Pfarrer sind Ansprechpartner für die Sportler bei den Paralympics in Pyeongchang: "Ich freue mich für die Teammitglieder da zu sein und auf Gottesdienste mit der paralympischen Familie", so der evangelische Pastor Christian Bode.

Anna Schaffelhuber beim Abfahrts-Training / © Karl-Josef Hildenbrand (dpa)
Anna Schaffelhuber beim Abfahrts-Training / © Karl-Josef Hildenbrand ( dpa )

Pastor Bode begrüßte zudem, dass er wieder mit einem "Kulturexperten" des Austragungslandes zusammenarbeiten könne. Der katholische Jesuitenpater Yonghae Kim aus Seoul bilde mit ihm das "gemischte Doppel" der Seelsorge. "Der Kalender der Mannschaften ist ganz von den Wettkämpfen bestimmt. Deshalb müssen wir sehen, was möglich ist", erklärte der Jesuit Kim. Gottesdienste oder Morgenandachten für das deutsche Team seien auf jeden Fall geplant. "Auch stehen wir dem Team - den Athletinnen und Athleten wie den Betreuern - für Gespräche zur Verfügung."

Die Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Verena Bentele, nannte die Begleitung durch Seelsorger der beiden großen Kirchen eine "wichtige und schöne Sache". Die Ex-Athletin sagte, sie selbst habe bei den Paralympischen Spielen immer einen guten Kontakt sowohl zu den katholischen als auch evangelischen Geistlichen gehabt. "Es war eine Bereicherung, weil man im wahrsten Sinne über Gott, Sport und die Welt sprechen konnte", so die zwölffache Goldmedaillen-Gewinnerin. Bereits seit den Paralympischen Sommerspielen in Barcelona 1992 betreut ein ökumenisches Seelsorgeteam die deutsche Mannschaft bei den Paralympics.

Das paralympische Team wird seit London 2012 auf evangelischer Seite von Pastor Christian Bode betreut. Der katholische Kollege wird derzeit jeweils für ein Großereignis von der Deutschen Bischofskonferenz angefragt. Nach Auslandspfarrer Georg Pettinger in Rio de Janeiro 2016 folgt für die Winterspiele 2018 im südkoreanischen Pyeongchang der Jesuit Yonghae Kim. Erstmals betreuten Olympiapfarrer bei den Winterspielen 1972 in Sapporo/Japan die deutschen Athleten. Der Münchner Heinz Summerer (1934-2013) gilt seither als Pionier der Sportlerseelsorge.

Quelle:
KNA