Ökumenischer Patriarch Bartholomaios I. wird in Kiew erwartet

Im Zeichen der Ökumene

Hoher Besuch in Kiew: Das Ehrenoberhaupt der Weltorthodoxie, Patriarch Bartholomaios I. von Konstantinopel wird zur Amtseinführung von Metropolit Epiphanius reisen. Er ist das Oberhaupt der neu gegründeten Orthodoxen Kirche der Ukraine.

Patriarch Bartholomaios I. / © Harald Oppitz (KNA)
Patriarch Bartholomaios I. / © Harald Oppitz ( KNA )

Das Ehrenoberhaupt der Weltorthodoxie, Patriarch Bartholomaios I. von Konstantinopel, wird am Wochenende in Kiew erwartet. Anlass ist die offizielle Amtseinführung des Oberhaupts der neu gegründeten Orthodoxen Kirche der Ukraine, Metropolit Epiphanius (Epifanij Dumenko), am 3. Februar. Metropolit Epiphanius begeht am 3. Februar zugleich seinen 40. Geburtstag.

Nach Angaben des stellvertretenden Leiters des Außenamts des Moskauer Patriarchats, Erzpriester Nikolaj Balaschow, reisen außer Bartholomaios keine weiteren Repräsentanten orthodoxer Kirchen zu der Feier nach Kiew an. Keine der autokephalen orthodoxen Kirchen habe bislang die "von ukrainischen Politikern und dem Phanar geschaffene" Kirche in der Ukraine anerkannt oder ihrem Oberhaupt gratuliert.

Ukrainische Kirche hofft auf Griechenland

Die Amtseinführung ist auch deswegen delikat, weil zwei Tage zuvor,- am 1. Februar, der zehnte Jahrestag der Amtseinführung des Moskauer Patriarchen Kyrill I. anstand. Moskau lehnt die neue, von der russischen Orthodoxie unabhängige "Orthodoxe Kirche der Ukraine" grundsätzlich ab. Bisher haben die Oberhäupter der antiochenischen, der serbischen, der tschechisch-slowakischen und der nordamerikanischen Kirche ihre Präsenz bei den Feiern in Moskau angekündigt.

In einem Interview mit der griechischen Website "TaNea" sagte unterdessen Metropolit Epiphanius, er erwarte die Anerkennung seiner Kirche durch die orthodoxe Kirche von Griechenland. Diese Anerkennung könne der erste Schritt zu einer intensivieren Zusammenarbeit sein, "insbesondere mit Blick darauf, dass die ukrainische Kirche stärker der griechischen Tradition folgen wolle". In den Seminaren der OKU solle Altgriechisch und modernes Griechisch gelernt werden.

Quelle:
KNA