Ökumenischer Fußballverein reist im Sommer zum Vatikan-Cup

Fußball, Begegnung und Dialog

Fußball vor der Kulisse des Petersdoms und Begegnungen über Religionsgrenzen hinweg? Das erlebt der ökumenische KSV Johannisthal im Sommer beim Vatikan-Cup. Sven Beuckert, Torwarttrainer des MSV Duisburg, freut sich auf die Rom-Tour.

Ein Fußball auf einem Spielfeld / © Bogdan Kovenkin (shutterstock)
Ein Fußball auf einem Spielfeld / © Bogdan Kovenkin ( shutterstock )

DOMRADIO.DE: Wir blicken schon einmal mit Ihnen in den Sommer. Da reisen Sie mit dem ökumenischen Fußballverein KSV Johannisthal aus dem Südosten Berlins nach Rom. Fahren Sie dieses Mal als Spieler oder Trainer mit? 

Sven Beuckert, Torwart-Trainer MSV Duisburg / © Carolina Graef Alarcón (DR)
Sven Beuckert, Torwart-Trainer MSV Duisburg / © Carolina Graef Alarcón ( DR )

Sven Beuckert (Torwarttrainer des MSV Duisburg): Dieses Jahr werde ich als Trainer mitfahren. Das ist dann mein zweites Mal. Ich war schon einmal vor zwei Jahren als Spieler mit dabei. Da habe ich so viele Tore reinbekommen wie noch nie. Deswegen werde ich mich dieses Jahr nicht mehr ins Tor stellen, sondern werde von der Seitenlinie betreuen und unterstützen. 

DOMRADIO.DE: Warum sind Ihrer Meinung nach solche Events auch über den Sport hinaus wichtig? 

Beuckert: Man hat schon gemerkt, dass es medial einen großen Rummel darum gab. Es hatte mit Sport weniger zu tun, da der KSV Johannisthal eine Mannschaft ist, die freizeitmäßig Fußball spielt. 

Wir spielen trotzdem gegen die Nationalmannschaft des Vatikans. Das ist ein Riesenevent. Im Vatikan gibt es schon viel Medieninteresse und ein paar Fans waren auch mit dabei. Es ist einfach ein schönes Event, dort zu spielen. Ich selbst habe noch nie ein Spiel gegen die Nationalmannschaft gespielt. Mit dem KSV Johannisthal hat es aber geklappt, vor dem Petersdom zu spielen. Das ist schon etwas Besonderes. 

Die Fußballmannschaften aus dem Vatikan (l., in gelben Trikots) und aus Deutschland (r., KSV Johannisthal in blauen Trikots)  / © Nicola Trenz (KNA)
Die Fußballmannschaften aus dem Vatikan (l., in gelben Trikots) und aus Deutschland (r., KSV Johannisthal in blauen Trikots) / © Nicola Trenz ( KNA )

DOMRADIO.DE: Dieses Jahr spielen Mannschaften aus verschiedenen Religionen mit: jüdische, muslimische und christliche Menschen. Warum ist das als Zeichen nach außen wichtig? 

Beuckert: Wir sind alle Menschen, egal welche Religion wir haben. Ich selbst habe keine Religion, ich bin nicht kirchlich. Deswegen sind wir alle zusammen und feiern einfach, spielen schön und versuchen, ein schönes Event daraus zu machen. 

DOMRADIO.DE: Es spielen auch Frauenmannschaften mit. Gerade der Frauenfußball ist medial oft noch weniger stark vertreten. 

Beuckert: Ja, ich habe selbst von 2010 bis 2011 im Frauenfußball gearbeitet. Der Frauenfußball hat sich unheimlich entwickelt, deswegen ist er so interessant. Die Frauen im Vatikan haben eine Mannschaft. Daher ist es schön, wenn auch Frauen aus Deutschland nach Italien kommen und gegen die vatikanische Nationalmannschaft spielen. 

Das Vatikan-Team wird vom Berliner Erzbischof Heiner Koch vor dem Brandenburger Tor begrüßt. (DR)
Das Vatikan-Team wird vom Berliner Erzbischof Heiner Koch vor dem Brandenburger Tor begrüßt. / ( DR )

DOMRADIO.DE: Worauf freuen Sie sich dieses Jahr am meisten? 

Beuckert: Erstmal freue ich mich auf das Event, also auf das Spiel, sowie auf Italien. Ich war schon einmal in Italien, jetzt wird es mein zweites Mal sein. Ich habe alles schon einmal gesehen. Wir haben letztes Mal den Papst an seinem Fenster gesehen, waren im Petersdom und haben die Schweizergarde besucht. 

Ein paar von denen spielen selbst mit und deren Fußballer habe ich ein paar Tage davor bereits gesehen. Wir werden dort schöne vier Tage erleben und das sollte das Wichtigste sein. 

Das Interview führte Carolina Graef Alarcón.

Quelle:
DR

Die domradio- und Medienstiftung

Unterstützen Sie lebendigen katholischen Journalismus!

Mit Ihrer Spende können wir christlichen Werten eine Stimme geben, damit sie auch in einer säkulareren Gesellschaft gehört werden können. Neben journalistischen Projekten fördern wir Gottesdienstübertragungen und bauen über unsere Kanäle eine christliche Community auf. Unterstützen Sie DOMRADIO.DE und helfen Sie uns, hochwertigen und lebendigen katholischen Journalismus für alle zugänglich zu machen!

Hier geht es zur Stiftung!