NRW-Justizministerium verzeichnet 2025 weniger Kirchenaustritte

Niveau bleibt hoch

Die Zahl der Kirchenaustritte in Nordrhein-Westfalen ist im dritten Jahr in Folge gesunken. Sie liegt jedoch nach wie vor auf hohem Niveau. Im vergangenen Jahr kehrten 152.783 Menschen den Kirchen den Rücken.

Symbolbild Kirchenaustritt / © Sheeyla (shutterstock)

Das teilte das NRW-Justizministerium am Montag mit. Das waren rund 7.700 Austritte weniger als 2024. Im Jahr 2022 verzeichnete das Ministerium den Höchstwert von 223.509 beendeten Kirchenmitgliedschaften.

Genauere Zahlen im Sommer 

In NRW mit seinen rund 18 Millionen Einwohnern müssen Menschen, die die Kirche verlassen wollen, sich an die Amtsgerichte wenden. Die Statistik des Justizministeriums schlüsselt nicht nach Konfessionen auf. Genauere Zahlen für das bevölkerungsreichste Bundesland dürften im Sommer vorliegen, wenn die Kirchen selbst die Austrittszahlen veröffentlichen. 

Zwischen 2008 und 2020 lag laut Ministerium die Zahl der Austritte jährlich zwischen rund 53.000 und etwa 90.000. Ausnahmen bildeten die Jahre 2014 und 2019, als rund 104.000 und rund 120.000 Menschen ihre Mitgliedschaft kündigten.

Kirchenstatistik 2024

Am 27. März 2025 haben die Deutsche Bischofskonferenz und die 27 (Erz- )Diözesen der katholischen Kirche in Deutschland die Kirchenstatistik für das Jahr 2024 veröffentlicht. Dabei handelt es sich um vorläufige Zahlen, die noch geringe Abweichungen erfahren können. In Deutschland machen die Katholiken 23,7 Prozent der Gesamtbevölkerung aus (19.769.237 Kirchenmitglieder).

Kirchturm hinter Bäumen / © Harald Oppitz (KNA)
Kirchturm hinter Bäumen / © Harald Oppitz ( KNA )
Quelle:
KNA