Papst: Welt scheint aus Kriegen nicht zu lernen

"Nichts als Friedhöfe und Tod"

Papst Franziskus besucht am Donnerstag den US-amerikanischen Soldatenfriedhof von Nettuno, um für die Gefallenen aller Kriege eine Messe zu feiern. Für den derzeitigen Weltfrieden zieht er eine ernüchternde Bilanz.

Soldatenfriedhof / © Patrick Seeger (dpa)
Soldatenfriedhof / © Patrick Seeger ( dpa )

Auf dem Rückweg macht er bei den Ardeatinischen Höhlen im Süden Roms halt, wo er der Opfer eines NS-Massakers gedenken will. Kriege brächten "nichts hervor als Friedhöfe und Tod", sagte der Papst am Mittwoch bei einem Gebet auf dem Petersplatz. Augenblicklich mache die Menschheit jedoch den Eindruck, "die Lektion nicht gelernt zu haben oder nicht lernen zu wollen".

Soldatengräber

Die Stadt Nettuno an der Mittelmeerküste südlich von Rom war 1944 Schauplatz einer Landungsoperation der Alliierten und verlustreicher Kämpfe. Auf dem 31 Hektar großen Militärfriedhof liegen die Gräber von knapp 7.900 Soldaten. In den Ardeatinischen Höhlen wurden im März 1944 auf Befehl der deutschen Wehrmacht 335 italienische Geiseln erschossen. Das Massaker war eine Vergeltung für einen Bombenanschlag von Partisanen, bei dem tags zuvor 33 Angehörige eines deutschen Polizeiregiments in Rom ums Leben gekommen waren.


Quelle:
KNA