Diakonie fordert mehr Hilfen für Einkommensschwache

"Nicht nur Viren, sondern auch Armut bekämpfen"

Die Diakonie hat mehr Unterstützung für einkommensschwache Familien und Single-Haushalte gefordert. Menschen mit Armutserfahrung erlebten, dass sie aus der öffentlichen Wahrnehmung verschwänden.

Symbolbild Armut / © Lukas Gojda (shutterstock)

 "Die Corona-Pandemie verschärft die soziale Lage", erklärte die Vorständin Sozialpolitik der Diakonie Deutschland, Maria Loheide, am Mittwoch in Berlin. 

Nicht nur gegen Viren kämpfen

Die Diakonie unterstützt damit eine Initiative einkommensschwacher Menschen. Ein Armutsnetzwerk hat unter dem Titel "Der soziale Notstand ist da. Nicht nur Viren, sondern auch Armut und Ausgrenzung bekämpfen!" ein Fünf-Punkte-Papier vorgelegt.

Michael Stiefel vom Armutsnetzwerk erklärte, die Corona-Krise habe das Leben vieler Menschen auf den Kopf gestellt. Aber besonders hart treffe es die, die schon vorher mit schweren Belastungen zu kämpfen gehabt hätten.

Forderungen des Netzwerks

Konkret fordert das Armutsnetzwerk einen deutlich höheren Regelsatz in der Grundsicherung. Zudem müssten die in Armut Lebenden ihre Interessen besser vertreten können.

Sie bräuchten Orte für Vernetzung und Selbstorganisation, Ressourcen und Technik.


Quelle:
KNA