Debatte um Impfnachweise an katholischen US-Universitäten

"Nicht der sicherste Ansatz"

Etwas mehr als die Hälfte der größten katholischen Universitäten der USA wollen zum bevorstehenden Herbstsemester Corona-Impfnachweise von den Studierenden und Lehrenden verlangen. Grund dafür sei unter anderem die bereits hohe Impfrate.

Debatte um Impfnachweise an katholischen US-Universitäten / © Rosemarie Mosteller (shutterstock)
Debatte um Impfnachweise an katholischen US-Universitäten / © Rosemarie Mosteller ( shutterstock )

Unter den 40 größten katholischen Universitäten der USA wollen nur 27 einen Corona-Impfnachweis ihrer Studierenden und Lehrenden für das bevorstehende Herbstsemester verlangen. Ihren Verzicht begründen die anderen Hochschulen mit den jeweiligen Vorschriften ihrer Bundesstaaten sowie der bereits hohen Impfrate, wie der "National Catholic Reporter" am Mittwoch berichtet.

Ohne Kontrolle gebe es "verheerende" Folgen

Die Epidemiologin Kirsten Bibbins-Domingo von der Universität San Francisco sieht das kritisch. Freiwilliges Impfen eines bestimmten Prozentsatzes der Studenten- und Lehrerschaft sei "nicht der sicherste Ansatz", zitiert sie der Bericht - auch weil viele Studentierende aus der ganzen Welt dort eingeschrieben seien. Die Folgen könnten "verheerend" sein. Zu den katholischen Einrichtungen, die einen Impfnachweis verlangen, zählen unter anderem die Universitäten DePaul, St. John's, Georgetown sowie Fordham.

Katholische Universität von Amerika gehört nicht dazu

Dagegen gehört die Katholische Universität von Amerika in der Hauptstadt Washington bislang nicht zu den Hochschulen, die einen Nachweis fordern. Die Covid-Arbeitsgruppe der Uni begründet das damit, dass 80 Prozent ihrer Studentenschaft angegeben habe, sich vor Semesterbeginn impfen zu lassen.

Ein Arzt zieht den Corona-Impfstoff Comirnaty von Biontech-Pfizer in eine Spritze / © Fabian Sommer (dpa)
Ein Arzt zieht den Corona-Impfstoff Comirnaty von Biontech-Pfizer in eine Spritze / © Fabian Sommer ( dpa )
Quelle:
KNA