Größte Domorgel der Welt erhält Sanierungszuschuss

Neuer Klang für 17.974 Pfeifen

Begeisterung in Passau: Der Bund bezuschusst die Sanierung der weltweit größten Domorgel mit 3,2 Millionen Euro. Das entspricht knapp der Hälfte der kalkulierten Kosten. Dompropst Michael Bär äußerte sich dankbar für die Unterstützung.

Passau mit Blick auf den Dom / © PeterVrabel (shutterstock)
Passau mit Blick auf den Dom / © PeterVrabel ( shutterstock )

Wie das Bistum am Mittwoch mitteilte, hat sich Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) für die Förderung im Haushaltsausschuss des Bundestags eingesetzt. Er stammt selbst aus Passau.

Dompropst Michael Bär äußerte sich dankbar für die Unterstützung. Dadurch könnten die Ausfälle von Konzerten während der Pandemie finanziell ausgeglichen werden.

Die Holzwürmer müssen weg

Die Renovierung der größten Domorgel der Welt wird voraussichtlich fünf Jahre dauern. Das Instrument leidet unter Schmutz, Schimmel, Holzwürmern und Materialermüdung. Überarbeitet werden müssen außerdem der Brandschutz und die Statik.

Im Zuge der Sanierung soll die Orgel auch ein neues Klangkonzept erhalten, das sich an ihrer ursprünglichen Fassung durch die Firma Steinmeyer aus Oettingen orientiert. Die Orgel verfügt über 229 Register und vier Glockenspiele, die sich auf fünf eigenständige Orgelwerke im Dom verteilen.

Die größte der 17.974 Pfeifen misst zehn Meter, die kleinste kaum mehr als einen halben Zentimeter. 1928, zum Zeitpunkt ihrer Errichtung, war die Orgel die größte der Welt.

Quelle:
KNA
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