Neue Stiftung soll Münsteraner Domschatz bewahren

Wertvolle Kunstwerke und Reliquien

Zur Pflege des Münsteraner Domschatzes ist eine eigene Stiftung gegründet worden. Diese soll den neuen Domschatz von Münster pflegen. Der lagert aktuell hinter verschlossenen Türen, was sich bald ändern soll.

Blick auf den Münsteraner Dom St. Paulus / © pxl.store (shutterstock)
Blick auf den Münsteraner Dom St. Paulus / © pxl.store ( shutterstock )

Regierungspräsident Andreas Bothe überreichte am Donnerstag die Anerkennungsurkunde für die "Stiftung Domschatz des Domkapitels 'Paulus'" an Dompropst Hans-Bernd Köppen. Das teilte der Regierungsbezirk Münster mit. Ziel der Stiftung sei die Förderung von Kunst und Kultur des Sankt-Paulus-Doms. Insbesondere soll das im Bau befindliche Dommuseum "Paulus" bei Projekten und beim Ankauf von Exponaten unterstützt werden. Das Stiftungsvermögen beträgt zunächst 250.000 Euro.

Hans-Bernd Köppen, Pfarrer von St. Lamberti in Münster, gedenkt der Opfer / © Friso Gentsch (dpa)
Hans-Bernd Köppen, Pfarrer von St. Lamberti in Münster, gedenkt der Opfer / © Friso Gentsch ( dpa )
Hans-Bernd Köppen am Ambo von St. Lamberti in Münster.

Der Domschatz umfasst wertvolle liturgische Gegenstände, Kunstwerke und Reliquien, die über Jahrhunderte im Dom gesammelt wurden. Die Domschatzkammer, wo er früher ausgestellt war, wurde 2017 wegen baulicher und technischer Mängel geschlossen. Das neue Dommuseum, in dem er künftig präsentiert werden soll, soll 2026 eröffnen.

"Starkes Zeichen für die Zukunft"

"Die Gründung der Stiftung ist ein starkes Zeichen für die Zukunft unseres Domschatzes", erklärte Köppen. Die Stiftung werde langfristig dafür sorgen, den Domschatz zu bewahren, zu vermitteln und weiter wachsen zu lassen. Bothe betonte: "Sowohl das Museum als auch die Öffentlichkeit wird von Ihrer Stiftungsarbeit zum Erhalt des Domschatzes profitieren." Die Stiftung ist den Angaben zufolge die 240. in Münster und die 751. im Regierungsbezirk.

Bistum Münster

Mit rund 1,59 Millionen Katholikinnen und Katholiken ist das Bistum Münster die mitgliederstärkste Diözese in Deutschland. Aber auch hier hat die Kirche mit schwindenden Mitgliederzahlen und den Folgen daraus zu kämpfen. Zwar rechnet das Bistum für das laufende Jahr mit Kirchensteuereinnahmen von rund 454,7 Millionen Euro. Die "Kirchensteuerkraft" – also das, was sich die Diözese mit dem Geld leisten kann – lässt aber stark nach: Bis 2060 soll sie sich im Vergleich zu 2017 halbiert haben.

Sankt-Paulus-Dom in Münster. / © Jörg Loeffke (KNA)
Sankt-Paulus-Dom in Münster. / © Jörg Loeffke ( KNA )
Quelle:
KNA