US-Bischöfe wählen "Franziskus-Treue" als Gremien-Chefs

Mit teils knappen Ergebnissen

Bei der Abstimmung über den Vorsitz von sechs Ausschüssen haben die US-Bischöfe bei ihrer Herbstkonferenz in Baltimore mehrere "Franziskus-Treue" gewählt. Die offizielle Übernahme der Ämter wird im Herbst 2022 erfolgen.

Bischöfe / © Grabowski Foto (shutterstock)

Den Ausschussvorsitz für den Gottesdienst konnte am Dienstag (Ortszeit) Bischof Steven Lopes vom Personalordinariat "Stuhl des heiligen Petrus" mit 121 Stimmen knapp für sich entscheiden. Dagegen votierten 120 Bischöfe für Erzbischof Mitchell Rozanski aus St. Louis. Lopes war 2015 von Franziskus zum Bischof ernannt worden. Das Personalordinariat ist eine Anlaufstelle für Anglikaner, die zum Katholizismus übergetreten sind.

Bei der Wahl zum Vorsitzenden für den Migrations-Ausschuss erhielt Bischof Mark Seitz aus El Paso, den Papst Franziskus 2013 zum Bischof ernannt hatte, 127 Stimmen gegen 116 Stimmen für Erzbischof Thomas Wenski aus Miami.

Barron setzt sicht gegen Burns durch

Mit 140 zu 103 Stimmen bestimmte die Konferenz den 2015 von Franziskus ernannten Weihbischof der Erzdiözese Los Angeles, Robert Barron, zum designierten Vorsitzenden des Ausschusses für Laien, Ehe, Familie und Jugend. Als Gegenkandidat stand Bischof Edward Burns aus Dallas zur Wahl.

Neuer Vorsitzender für den Ausschuss für Gerechtigkeit und menschliche Entwicklung ist der Erzbischof der ukrainisch-katholischen Erzdiözese Philadelphia, Borys Gudziak. Franziskus hatte ihn 2019 für das Amt bestimmt. Gudziak gewann die Wahl mit 125 zu 116 Stimmen und ist damit Nachfolger von Bischof Thomas Paprocki aus Springfield.

Ein Jahr in ihren Funktionen vorläufig tätig

Bei der Wahl für den Vorsitz des Klerus-Ausschusses behielt Bischof Earl Boyea aus Lansing mit 137 Stimmen die Oberhand gegenüber Erzbischof Samuel Aquila aus Denver (103 Stimmen). Neuer Schatzmeister des Haushalts- und Finanzausschusses ist Bischof James Checchio aus Metuchen mit 135 Bischofsstimmen. Für seinen Gegenkandidaten Erzbischof Paul Etienne aus Seattle votierten 106 seiner Kollegen.

Die gewählten Bischöfe werden ein Jahr in ihren Funktionen tätig sein, bevor sie bei der Herbstversammlung 2022 offiziell ihre Ämter übernehmen.

Quelle:
KNA
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