Bischof Gerber: Zieht Euch nicht zurück auf die Insel

Mit Bonifatius gegen den Brexit

Vor 1.300 Jahren reiste der Heilige Bonifatius von England aus auf den europäischen Kontinent. Als Missionar knüpfte er Beziehungen zwischen Europäern. Für Bischof Gerber ist der "Apostel der Deutschen" ein Wegweiser in der Brexitdebatte.

Statue des Heiligen Bonifatius vor dem Dom in Fulda / © Harald Oppitz (KNA)
Statue des Heiligen Bonifatius vor dem Dom in Fulda / © Harald Oppitz ( KNA )

Der Apostel der Deutschen als Vorbild im Brexit-Chaos: Der neue Fuldaer Bischof Michael Gerber hat an das europäische Wirken des Heiligen Bonifatius (um 672-754) erinnert.

Im "Zeitalter des Brexit" habe der aus Britannien stammende Mönch "nicht nur für seine Landsleute, sondern für uns alle eine wichtige Botschaft", schreibt Gerber im Schönstatt-Magazin "basis".

"Zieht Euch nicht zurück auf die Insel - ob im wörtlichen oder im übertragenen Sinne! Wagt Euch vielmehr - trotz aller Unübersichtlichkeit - hinaus auf die offene See."

"Ein europäischer Heiliger"

Bonifatius, so Gerber weiter, sei ein "wahrhaft europäischer Heiliger". Unermüdlich sei er international aktiv gewesen - in seiner Heimat, im Frankenreich, im heutigen Deutschland oder in Italien.

"Selbstverständlich knüpfte er ein Beziehungsnetz zwischen Europäern damals", so der Bischof. Auch "manchen Schiffbruch" habe er überwunden.

Begraben liegt der als Apostel der Deutschen verehrte Bonifatius im Fuldaer Dom. Sein europäisches Wirken endete jäh, als er 754 bei einer Missionsreise im heutigen Friesland ermordet wurde.

Michael Gerber, Bischof von Fulda. / © Silas Stein (dpa)
Michael Gerber, Bischof von Fulda. / © Silas Stein ( dpa )
Quelle:
KNA