Nach Erdrutschen und Sturzfluten im Süden Äthiopiens stellt das kirchliche Hilfswerk missio München 30.000 Euro als Soforthilfe bereit. Mit dem Geld sollen Lebensmittel, Zelte, Bettzeug und Hygieneartikel sowie Kanister und Wasserreinigungstabletten finanziert werden, heißt es in einer am Dienstag in München veröffentlichten Mitteilung.
Laut Angaben war es in der vergangenen Woche nach heftigen Regenfällen zu Sturzfluten und mehreren Hangrutschen gekommen, die laut Behördenangaben mindestens 120 Menschen das Leben kosteten. Zudem seien mehr als 10.000 Personen obdachlos geworden.
Weitere Erdrutsche drohen
Die Menschen seien noch schockiert von den Ereignissen, beschrieb missio-Projektpartner Mammo Beriso der Mitteilung zufolge die Situation. Er leitet die Akuthilfe der Ordensgemeinschaft der Spiritaner vor Ort. Zudem seien die Überlebenden durch weitere Erdrutsche stark gefährdet.
In den Notunterkünften fehle es an fast allem. Auch landwirtschaftliche Flächen seien weggeschwemmt worden, sodass die Ernte zu großen Teilen zerstört worden und das Vieh gestorben sei.