Wer in Spanien eine finanzielle Entschädigung für kirchlichen Missbrauch erhält, muss darauf keine Einkommensteuer mehr entrichten. Einen entsprechenden Beschluss will die Regierung in Madrid laut dem Portal "Religión Digital" noch an diesem Dienstag fassen. Grundlage ist eine Vereinbarung mit der katholischen Kirche.
Unmut und Unverständnis
Bislang mussten Betroffene, anders als etwa in Deutschland, bis zu 30 Prozent der Entschädigungssumme an das Finanzamt zahlen. Das hatte zu Unmut und Unverständnis geführt, auch auf Seiten der Kirche.
Durch die gesetzliche Neuregelung sind Entschädigungszahlungen für Missbrauchsopfer fortan von der Einkommensteuer befreit. Das soll – auf ausdrücklichen Wunsch der nationalen Bischofskonferenz – auch rückwirkend für bereits geleistete Zahlungen gelten.