Ministerpräsident Kretschmann sieht Heiligen Drei Könige als Vorbild

"Segen bringen, Segen sein"

Für Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann sind die Heiligen Drei Könige ein Vorbild. Entscheidend sei nicht die Herkunft, sondern das gemeinsame Ziel. Die Aktion stehe für gelebten Glauben und Solidarität.

Winfried Kretschmann würdigt Sternsingerinnen und Sternsinger / © Uli Regenscheit / Staatsministerium Baden-Württemberg (privat)
Winfried Kretschmann würdigt Sternsingerinnen und Sternsinger / © Uli Regenscheit / Staatsministerium Baden-Württemberg ( privat )

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann zieht aus der Dreikönigsgeschichte Orientierung für Politik und Gesellschaft. Besonders das Motiv des Sterns habe für ihn eine starke Bedeutung, sagte der Grünen-Politiker der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Die drei Weisen hätten einen Fixpunkt erkannt und ihm treu die Richtung gehalten. Das sei ein starkes Bild dafür, "einen Fixstern im Leben zu haben und ihm mit klarem Blick zu folgen".

Für die Gesellschaft sieht Kretschmann in den drei Königen ein politisches und kulturelles Leitbild. "Eine mittelalterliche Deutung sieht in den drei Weisen Vertreter der damals bekannten Kontinente Europa, Asien und Afrika", so Kretschmann. Entscheidend sei dabei nicht ihre Herkunft gewesen: "Für mich sind die drei Weisen deshalb ein Vorbild: entscheidend war das gemeinsame Ziel." Dieses Bild passe zu Gesellschaft und Politik - "nicht woher man kommt ist entscheidend, sondern wohin man gemeinsam will".

Ausblick auf das kommende Jahr

Zum Jahresbeginn gehören für Kretschmann die Sternsinger fest dazu - privat ebenso wie beim Empfang in der Staatskanzlei, sagte der Politiker. Die Aktion stehe für gelebten Glauben und Solidarität. "Segen bringen, Segen sein" bedeute, aus dem Glauben heraus zu handeln, über eigene Interessen hinauszudenken und Hoffnung zu schenken.

Mit Blick auf das neue Jahr zeigte sich Kretschmann zugleich nachdenklich und zuversichtlich. Mut machten ihm vor allem die vielen engagierten Menschen, denen er begegne. "Denn gemeinsam kann man fast alles erreichen." Persönlich stehe für ihn ein Einschnitt bevor: Nach vielen Jahren in der Landespolitik werde er wieder "nur" Bürger sein. Angesichts zunehmend aufgeregter gesellschaftlicher Debatten schöpfe er Hoffnung aus der Einsicht, dass nicht alles in seiner Hand liege. Diese Haltung schenke Gelassenheit. Zugleich vertraue er darauf, dass Gesellschaften immer wieder aus Krisen herausfänden, weil Neues und Unvorhergesehenes entstehe.

Quelle:
KNA