Mehrheit findet Beten in Krisenzeiten nicht hilfreich

Gebrochene Lebensstütze?

Die Deutschen schöpfen laut einer Umfrage derzeit mehrheitlich keine Zuversicht aus dem Gebet. Dabei konnte kein Unterschied zwischen katholischen und protestantischen Gläubigen festgestellt werden.

Symbolbild Umfrage, Fragebogen / © jannoon028 (shutterstock)
Symbolbild Umfrage, Fragebogen / © jannoon028 ( shutterstock )

Demnach verneinten 56 Prozent der Befragten die Aussage: "Das Gebet hilft mir, in den aktuellen Kriegs- und Krisenzeiten zuversichtlich zu bleiben." Das Erfurter Meinungsforschungsinstitut "INSA Consulere" hatte die Erhebung für die in Würzburg erscheinende katholische Wochenzeitung "Die Tagespost" vom 14. bis 19. April durchgeführt und den Angaben zufolge 2.073 Erwachsene befragt.

Zwischen den Altersgruppen hätten sich kaum Unterschiede bei den Antworten gezeigt, hieß es. Katholiken und Protestanten hätten zu 48 und 49 Prozent angegeben, dass ihnen das Gebet derzeit nicht helfe. Nur von den islamischen Befragten und Angehörigen sonstiger Konfessionen habe eine relative Mehrheit von 36 bis 41 Prozent die vorgelegte Aussage bejaht.

Hannoveraner Landesbischof fordert unablässigen Einsatz

Zum orthodoxen Osterfest am Sonntag hat der hannoversche Landesbischof Ralf Meister die Christen dazu aufgerufen, sich "unablässig" für Frieden einzusetzen. "Mit Ihnen, die Sie aus der Ukraine geflohen sind, stehen wir gemeinsam vor Gott und suchen nach Antworten für das Unfassbare", schreibt der evangelische Geistliche in einem auf Deutsch, Ukrainisch und Russisch verfassten Grußwort an die orthodoxen Kirchengemeinden. "Wir bitten um ein Osterfest, das Ihnen Trost und Halt gibt." (KNA/21.04.2022)

Ralf Meister, Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers / © Harald Oppitz (KNA)
Ralf Meister, Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers / © Harald Oppitz ( KNA )

Quelle:
KNA