"Wenn man aus Köln erstmal raus ist, ist es landschaftlich eine schöne Strecke. Das macht dann auch Spaß", so domradio-Kollege Stefan Quilitz am Morgen des zweiten Tages der Pilgerreise, die an sieben Tagen über 200 Kilometer zum Grab des Apostels Matthias führt.
Die Tage der Weggemeinschaft der St. Matthias-Bruderschaft seien voller gemeinsamer Gebete und Gespräche. Zweimal am Tag werde unterwegs der Rosenkranz gebetet. "Das gibt einen schönen Rythmus in den Tag", berichtet Stefan Quilitz.
Tradition bis ins Mittelalter
Im Mittelalter kamen die in Bruderschaften organisierten Pilger der St. Matthias-Wallfahrt aus dem Norden von Mönchengladbach größtenteils auf den Römerstraßen über Düren, Zülpich, Blankenheim, Büdesheim, Bitburg und Helenenberg nach Trier gezogen. Andere Gruppen aus der Neuss-Krefelder Gegend benutzen den Weg durch das Ahrtal bis nach Adenau und erreichten Trier über das Kloster Klausen, wo sie mit Pilgern, die auf anderen Wegen kamen, zusammentreffen konnten.
Gegen Ende des 14. Jahrhunderts wird die Wallfahrt zu St. Matthias in Trier zu den sieben rheinischen Hauptwallfahrtsorten neben Köln, Aachen und Düsseldorf gezählt.
Matthiaswallfahrt: Zu Fuß von Köln nach Trier
200 Kilometer in sieben Tagen
Es ist wieder Frühling, Zeit der Wanderer und Pilger. Hunderttausende werden sich auch in diesem Jahr wieder auf den Weg machen, darunter domradio-Redakteur Stefan Quilitz. Gemeinsam mit 50 anderen Pilgern der St. Matthias-Bruderschaft ist er eine Woche lang von Köln nach Trier unterwegs. Ein Pilgerbericht.
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