Ab Freitagabend ist die Lichtshow "Luminiscence" in der Nürnberger Lorenzkirche zu sehen. Bei dem 360-Grad-Erlebnis verschmelzen den Veranstaltern zufolge Geschichte, Licht und Musik und erzählen auf diese Weise die Geschichte der Kirche in vier Akten. Die Show dauert etwa 50 Minuten. Für die musikalische Untermalung sorgen die Orgel und ein Chor, der von Lorenz-Kantor Michael Riedel zusammengestellt wurde.
Zuvor gastierte die Show im Münsteraner Paulusdom. Den Veranstaltern zufolge besuchten etwa 120.000 Menschen die rund 220 Veranstaltungen dort. Aufgrund des großen Erfolges sei eine Rückkehr nach Münster fest geplant, hieß es. Die Lichtshow gibt es zudem in Nizza, Paris, Rennes, Brüssel, Barcelona, Minneapolis, Delft, Manchester und Sao Paulo.
Historischer Veranstaltungsort
Die Lorenzkirche wurde ab der Mitte des 13. Jahrhunderts zur zweiten Pfarrkirche Nürnbergs ausgebaut. Nach dem älteren Westteil folgten im 14. Jahrhundert Erweiterungen wie die Einsatzkapellen und die Vollendung des Südturms. Zwischen 1439 und 1477 entstand der große spätgotische Hallenchor. Mit der Einführung der Reformation in Nürnberg 1525 wurde Sankt Lorenz evangelisch-lutherisch. Nach wenigen Veränderungen bis 1806 erfuhr die Kirche im 19. Jahrhundert erste Restaurierungen, wurde nach den Kriegszerstörungen rekonstruiert und erhielt fast ihre gesamte Ausstattung zurück.