Landvolk-Bewegung in Bayern findet keine Kandidaten für den Vorstand

Drei Posten bleiben unbesetzt

Die Katholische Landvolk-Bewegung in Bayern verzeichnet einen Mangel an Kandidaten für den Vorstand. Bei der jüngsten Mitgliederversammlung konnten drei Posten nicht besetzt werden. Gründe seien das Alter und andere Verpflichtungen.

Symbolbild Landwirt bewässert ein Feld / © Fotokostic (shutterstock)
Symbolbild Landwirt bewässert ein Feld / © Fotokostic ( shutterstock )

Der Vorstand der Katholischen Landvolkbewegung (KLB) Bayern besteht derzeit nur aus drei und nicht mehr aus sechs Personen. 

Bei der jüngsten Wahl für vier ehrenamtliche Positionen konnte nur der Posten des Landesvorsitzenden für vier Jahre wiederbesetzt werden, wie der Verband am Dienstag in München mitteilte. Gewählt wurde Landwirtschaftsmeister Andreas Felsl (58) aus dem Bistum Augsburg, bereits seit neun Jahren Mitglied des Vorstands.

Vielschichtige Gründe

Für die drei weiteren zu vergebenden Posten fanden sich keine Kandidaten, wie es hieß. Zuvor waren die Landesvorsitzende Michaela Widmann (52) sowie die Stellvertreter Gerd Schneider (74) und Rita Multerer (55) turnusgemäß ausgeschieden und hatten nicht erneut kandidiert. Die Gründe dafür seien vielschichtig gewesen, hieß es auf Nachfrage. Dazu zählten etwa das Alter, aber auch andere Verpflichtungen oder Aufgaben der jeweiligen Personen.

Neu im Team als Landvolkseelsorger ist Franz Walden aus dem Bistum Augsburg, der von der Versammlung einstimmig gewählt wurde. Bereits seit September hatte er kommissarisch das Amt für den überraschend gestorbenen Bernd Udo Rochna inne. Auch zum Leitungsteam gehört der ebenfalls hauptamtlich tätige Landesgeschäftsführer Martin Wagner.

Für nachhaltige Landwirtschaft und soziale Gerechtigkeit

Bei seiner Versammlung beschloss der Verband laut Mitteilung, die Mitgliedschaft beim Bayerischen Bündnis für Toleranz zu beantragen. Auch stimmten die Anwesenden einstimmig dafür, sich auf allen Ebenen dafür einzusetzen, kirchlichen Pachtverträgen eine gemeinsam mit dem Bauernverband entwickelte Präambel voranzustellen. 

Diese solle die besondere Verantwortung der Kirche zum Ausdruck bringen, die Schöpfung zu bewahren, nachhaltige Landwirtschaft zu fördern sowie für soziale Gerechtigkeit im ländlichen Raum zu sorgen.

Die 1951 gegründete KLB Bayern ist nach eigenen Angaben eine Bildungs- und Aktionsgemeinschaft für die Menschen im ländlichen Raum. Sie setzt sich für deren politischen und religiösen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Belange ein. Der Verband zählt im Freistaat rund 14.000 Mitglieder in seinen sieben Diözesanverbänden.

Katholische Landvolkbewegung Deutschland

Die Katholische Landvolkbewegung Deutschland (KLB) ist eine Bildungs- und Aktionsgemeinschaft. Sie fördert die Begegnung, führt Aktionen durch, tritt ein für die Entfaltung und Förderung der Persönlichkeit, die bereit und fähig ist, in Kirche, Staat, Gesellschaft und Beruf Verantwortung zu übernehmen. Die Katholische Landvolkbewegung wirbt im Geiste des Evangeliums für eine lebendige Kirche, für die Stabilität der Familien auf dem Lande, für lebenswerte und liebenswerte Dörfer, für eine zukunftsfähige Landwirtschaft, eine glaubwürdige Schöpfungsverantwortung und eine solidarische Welt.

Gentechnik: Das Erbgut von Pflanzen, Tieren und nun auch des Menschen ist veränderbar – wo ist die Grenze? / ©  Nicolas Armer (dpa)
Gentechnik: Das Erbgut von Pflanzen, Tieren und nun auch des Menschen ist veränderbar – wo ist die Grenze? / © Nicolas Armer ( dpa )
Quelle:
KNA