Landesbischof ermutigt Weihnachten zu feiern

"Als gäbe es kein Heute der Nachrichten"

Angesichts des Kriegs in Nahost ruft der evangelische Braunschweiger Landesbischof Christoph Meyns dazu auf, sich von schlechten Nachrichten nicht die Freude am Weihnachtsfest nehmen zu lassen.

Weihnachtsbaum / © Africa Studio (shutterstock)

"Wenn wir uns nicht unterbrechen lassen in dem Sog der schlechten Nachrichten, ist die Gefahr groß, dass wir in Fatalismus abgleiten", schreibt er in seiner am Montag in Wolfenbüttel veröffentlichten Weihnachtsbotschaft. Weihnachten könne so eine Unterbrechung sein, um dem Sog zur Schicksalsergebenheit zu widerstehen.

Aus dem Heiligen Land kämen zurzeit fast nur schlechte Nachrichten, so Meyns. Von dort komme aber auch die christliche Weihnachtsbotschaft vom Frieden auf Erden. "Die Hoffnung auf Frieden kann wachsen gegen den Trend, wenn wir sie gemeinsam pflegen in unseren Gottesdiensten; wenn wir die Weihnachtsgeschichte lesen und aufführen, singen und beten - als gäbe es kein Heute der Nachrichten."

Weihnachten

Weihnachten ist das Fest der Geburt Jesu Christi. Wann genau vor etwa 2.000 Jahren Jesus geboren wurde, ist nicht bekannt. Die Feier des 25. Dezember als Geburtsfest Jesu ist erstmals für das Jahr 336 in Rom bezeugt.

Weihnachten heißt so viel wie heilige, geweihte Nächte. Die Geburt Jesu bedeutet nach christlichem Verständnis die Menschwerdung Gottes; in Jesus hat sich Gott den Menschen mitgeteilt, sich in ihre Geschichte hinein begeben, sich ihrer erbarmt und ihnen Heil geschenkt. Deshalb gilt Weihnachten als Fest der Liebe.

Weihnachtsbaum / © Bernd Weissbrod (dpa)
Weihnachtsbaum / © Bernd Weissbrod ( dpa )
Quelle:
KNA