Landesbetrieb Straßen NRW entfernt zahlreiche Straßenkreuze

Zur Sicherheit der Verkehrsteilnehmer

Der Landesbetrieb Straßen NRW hat damit angefangen, massive Kreuze und Bildstöcke an Landes- und Bundesstraßen zu entfernen, zu versetzen oder zu sichern. Die Maßnahme soll der künftigen Sicherheit der Verkehrsteilnehmer dienen.

Symbolbild Wegkreuz an einer Straße / © Greens and Blues (shutterstock)
Symbolbild Wegkreuz an einer Straße / © Greens and Blues ( shutterstock )

Den Angaben zufolge betrifft das alle Stätten, von denen "eine potenzielle Gefährdung" für Verkehrsteilnehmer oder Mitarbeiter ausgeht. Eine offizielle Zahl gibt es nicht, aber es soll allein in einzelnen Regionen um hunderte Kreuze gehen.

Hintergrund ist ein Unfall aus dem Jahr 2021, bei dem ein siebenjähriges Kind durch ein umstürzendes Kreuz aus Sandstein an einer Landesstraße bei Büren getötet wurde. Bis damals sei man kulant mit Gedenkstätten umgegangen, danach "setzte jedoch ein Umdenken ein", so eine Sprecherin von Straßen.NRW. Inzwischen wurde ein Handlungsleitfaden an alle Niederlassungen verschickt. Dieser liegt der dpa vor. 

Jedes Flurkreuz sieht anders aus. / © Ingo Brüggenjürgen (DR)
Jedes Flurkreuz sieht anders aus. / © Ingo Brüggenjürgen ( DR )

Unfallkreuze nicht betroffen 

Darin heißt es unter anderem, dass man "massive Gedenkeinrichtungen wie z.B. Flurkreuze oder Bildstöcke aus insbesondere Stein, Beton oder Metall oder vergleichbare Bauten" unter die Lupe nehmen solle. "Temporär aufgestellte" Unfallkreuze "aus Holz von geringer Größe und geringem Gewicht" seien nicht betroffen. 

Stellen die Gedenkstätten eine potenzielle Gefahr dar, sucht Straßen.NRW Angehörige beziehungsweise diejenigen, die sich kümmern oder zuständig sind – das kann auch eine Denkmalbehörde sein. Dazu hinterlassen die Mitarbeiter meist ein Schreiben an dem Kreuz. 

Einvernehmliche Lösung gesucht

"Es wird um Kontaktaufnahme gebeten und, sobald der Kontakt zustande gekommen ist, nach einer einvernehmlichen Lösung gesucht", so die Sprecherin. "Häufig kann die Gedenkstätte in gegenseitigem Einvernehmen entfernt oder versetzt werden, von den Kümmerern oder von Straßen.NRW."

Um wie viele Kreuze es insgesamt geht, weiß die Straßen.NRW-Zentrale nicht – da sich die Außenstellen selbst kümmern und die Listen noch nicht fertig sind. Laut "Soester Anzeiger" sind im dortigen Kreis rund 40 Kreuze betroffen. Das "Westfalen-Blatt" machte im Kreis Höxter 15 Kreuze aus, laut "Der Patriot" sind es im Raum Erwitte 17. Insgesamt, so der "Patriot", gehe es alleine im Bereich der Straßen.NRW-Niederlassung Sauerland-Hochstift um mehrere hundert Kreuze.

Quelle:
dpa