Kürzlich ernannter Kardinal aus Ghana in Rom gestorben

Nach Herzattacke in Behandlung

Der kürzlich von Papst Franziskus zum Kardinal ernannte Richard Kuuia Baawobr aus Ghana ist tot. Genau drei Monate nach seiner Kardinalskreierung starb der Bischof von Wa am Sonntagabend im römischen Gemelli-Krankenhaus.

Ein Birett liegt auf einer Kirchenbank bei einem Gottesdienst. / ©  Daniel Ibanez/Romano Siciliani (KNA)
Ein Birett liegt auf einer Kirchenbank bei einem Gottesdienst. / © Daniel Ibanez/Romano Siciliani ( KNA )

Das berichtet Vatican News. Der 63-Jährige hatte einen Tag vor dem Konsistorium mit dem Papst eine Herzattacke erlitten und war seitdem in Rom in Behandlung. Papst Franziskus ließ ihm den roten Kardinalshut (Birett) ins Krankenhaus bringen.

Dritter Kardinal aus Ghana

Baawobr war Ordensgeistlicher, früherer Generaloberer der "Gesellschaft der Missionare von Afrika" (Weiße Väter) und seit 2016 Bischof von Wa in seiner Heimat Ghana.

Trauer um Kardinal Richard Kuuia Baawobr / © Cristian Gennari/Romano Siciliani (KNA)
Trauer um Kardinal Richard Kuuia Baawobr / © Cristian Gennari/Romano Siciliani ( KNA )

Ende Juli wurde er zum Vorsitzenden des Symposiums der Bischofskonferenzen von Afrika und Madagaskar (SECAM) gewählt. Zuvor war er seit 2010 Kanzler des Päpstlichen Instituts für Arabische und Islamische Studien (PISAI) in Rom. 2020 berief ihn Franziskus zudem in die vatikanische Ökumenebehörde.

Baawobr war der dritte Kardinal aus Ghana. Nach seinem Tod zählt das Kardinalkollegium noch 225 Mitglieder. Davon sind 126 unter 80 Jahre alt und damit zur Papstwahl berechtigt.

Kardinal

Ein Kardinal ist der höchste katholische Würdenträger nach dem Papst. Das Wort "Kardinal" leitet sich vom lateinischen Wort "cardo" (Türangel) ab. Das Kardinalskollegium ist das wichtigste Beratergremium des Papstes. Zudem hat es die Aufgabe, für die Papstwahl zu sorgen. Der Papst bestimmt die Kardinäle frei. 

Zu Kardinälen werden die Leiter aller römischen Kongregationen wie auch die Chefs anderer wichtiger Kurienbehörden ernannt. Außerdem ist die Würde traditionell an große und wichtige Diözesen gebunden. In Deutschland gelten Köln und München als traditionelle Kardinalssitze.

Der rote Pileolus ist das Erkennungszeichen eines Kardinals / © Stefano Dal Pozzolo/Romano Siciliani (KNA)
Der rote Pileolus ist das Erkennungszeichen eines Kardinals / © Stefano Dal Pozzolo/Romano Siciliani ( KNA )
Quelle:
KNA