Kölner "Anti-Islamisierungskongress" soll im Mai wiederholt werden

Same procedure as last time

Die rechtspopulistischen Initiativen "Pro Köln" und "Pro NRW" wollen ihren umstrittenen "Anti-Islamisierungskongress" in Köln im Mai wiederholen. Die Hauptkundgebung soll am 9. Mai auf dem Roncalliplatz neben dem Dom stattfinden. Nachdem der erste Kongress im September am vielfältigen Protest gescheitert war, wollen die Initiativen erneut gegen den Moscheebau in der Stadt und eine angeblich drohende Islamisierung demonstrieren.

 (DR)

Zu dem zweitägigen Kongress, der mehrere Veranstaltungen im Rheinland umfassen soll, werden laut dem Vorsitzenden der beiden Initiativen, Markus Beisicht, rund zweitausend Teilnehmer erwartet. Organisatorische Pannen wie beim ersten Anlauf für das Treffen sollten vermieden werden. Das Treffen soll laut Beisicht eine Gemeinschaftsveranstaltung europäischer Rechtsparteien werden. Es würden Delegationen des Vlaams Belang aus Belgien, der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) und der italienischen Lega Nord erwartet. «Köln hat für die gesamte europäische Rechte ungemeine Symbolkraft», sagte Beisicht.

Gegen den ersten so genannten «Anti-Islamisierungskongress» im September hatte sich eine breite Koalition aus Parteien, Gewerkschaften, Kirchen und weiteren Gruppen gebildet. Nach gewalttätigen Ausschreitungen von Gegendemonstranten hatte die Polizei die Kundgebung von «Pro Köln» und «Pro NRW» am 20. September aus Sicherheitsgründen schließlich untersagt.