Mehr als 120 Filme haben die beiden künstlerischen Leiter Horst Walther und Michael M. Kleinschmidt gesichtet, darüber diskutiert, 30 Filme ausgewählt und diese dann dem ökumenischen Veranstaltungskreis "Kirche und Kino" vorgelegt. Und dieser Kreis hat entschieden: Der Ökumenische Filmpreis 2026 geht an den nordmazedonischen Spielfilm "DJ Ahmet".
"Ein Film wie eine Romeo-und-Julia-Geschichte aus Nordmazedonien, wo sich zwei junge Menschen kennenlernen, lieben lernen, aber nicht zueinander kommen können – aufgrund ihrer Familien", sagt Michael M. Kleinschmidt von der künstlerischen Leitung. Der Filmpreis wird am Samstag, 14. März, an den in Recklinghausen anwesenden Regisseur Georgi M. Unkovski überreicht.
"Alle Filme versuchen, ausgewählten Menschen eine Stimme zu geben, sie sichtbar zu machen", so Kleinschmidt. "Dieses Jahr führen unsere Filme uns wie auf eine kleine Reise von Hamburg über die Eifel bis hin nach Nordmazedonien und Marokko. Und alle Filme erzählen von Liebe und Tod sowie vom Kennenlernen und Abschiednehmen."
Kinder- und Jugendjury entscheidet über Preisträger
Auch die Kinder- und die Jugendjury trafen sich mehrfach, um ihre jeweiligen Preisträgerfilme zu bestimmen. "Das geheime Stockwerk" ist preiswürdig, weil er junge Zuschauerinnen und Zuschauer ernst nimmt und zugleich mit großer Leichtigkeit erzählt. "Ein Junge macht in einem alten Hotel eine Zeitreise und landet plötzlich im Jahr 1938 – mitten hinein in die Nazi-Zeit. Der Film versucht, uns die Erfahrungen dieser Zeit aus der Sicht von Kindern nahezubringen", erklärt Marc Gutzeit vom Veranstalterkreis. Der Jugendfilmpreis geht an die belgisch-französische Produktion "Wild Foxes".
Gespräche mit Filmschaffenden
Das Publikum schätzt an dem Festival seit Jahren die Nähe zu den Filmschaffenden: Regisseure, Autorinnen, Kameraleute, Produzenten, Schauspielende. Sie stehen nach dem Film jeweils Rede und Antwort beim Filmgespräch und vertiefen die Themen der gezeigten Filme. "Dieses Konzept hat sich seit Jahren bewährt und verleiht dem Festival das Besondere", bilanziert Gutzeit.
Eröffnet wird das Festival am 11. März mit der Produktion "Als wäre es leicht", einem berührenden Debüt über eine Liebe jenseits aller Barrieren, "gespielt von zwei Hauptdarstellenden, die selbst gehörlos beziehungsweise sehbeeinträchtigt sind", so Gutzeit. "Wir zeigen den Film in einer barrierefreien Version, wodurch sowohl gehörlose als auch sehbeeinträchtigte Menschen diesem Film folgen können. Das ist auch für uns eine Premiere."
Im Rahmenprogramm laden an drei Tagen die "Demokratie-Fitness-Sessions" dazu ein, demokratisches Denken und Handeln spielerisch zu trainieren, und bereits am 8. März stimmt ein ökumenischer Filmgottesdienst in der Christuskirche Recklinghausen auf die Festivalwoche ein.
Information der Redaktion: Das Kirchliche Filmfestival findet vom 11. bis 15. März 2026 im Cineworld Recklinghausen statt. Infos zum Filmfestival sowie das Programm findet man auf der Festival-Seite.
DOMRADIO.DE ist Medienpartner und wird regelmäßig vom Festival berichten.