"Kirche in Not" startet 22 Hilfsprojekte für Syrien

Nach zwölf Jahren Krieg

Das katholische Hilfswerk "Kirche in Not" hat 22 Hilfsprojekte für Syrien auf den Weg gebracht. Damit sollen die Auswirkungen der Finanzkrise bekämpft werden, wie die Organisation am Donnerstag in München mitteilte.

Eine Frau läuft durch eine Straße, vorbei an Ruinen zerbombter Häuser in Homs, Syrien / © Jean-Matthieu Gautier (KNA)
Eine Frau läuft durch eine Straße, vorbei an Ruinen zerbombter Häuser in Homs, Syrien / © Jean-Matthieu Gautier ( KNA )

Syrien befinde sich seit zwölf Jahren im Krieg. Um zu überleben, brauche eine Familie umgerechnet rund 150 Euro im Monat; im Schnitt stünden jedoch nur etwa 20 Euro zur Verfügung. Mit dem neuen Projektpaket würden unter anderem die Verteilung von Lebensmitteln, die Versorgung von Alten und Kranken sowie Stipendien an kirchlichen Schulen und Universitäten finanziert. So solle verhindert werden, dass junge Menschen auswandern.

Engagement in verschiedenen Bereichen

Um traumatische Erfahrungen verarbeiten zu können, fördert das Hilfswerk auch Sommercamps für Kinder, Jugendliche und Menschen mit Behinderung, wie es hieß. Zudem würden Mieten für arme Familien bezuschusst sowie die Instandsetzung von durch den Krieg beschädigten Kirchen finanziert.

Vor Beginn des Syrienkriegs im Jahr 2011 machten die Christen laut "Kirche in Not" etwa zehn Prozent der Bevölkerung aus. Seither seien Hunderttausende geflohen, die christliche Gemeinschaft schrumpfe weiter. Auch Papst Franziskus habe wiederholt darauf hingewiesen. In einer Botschaft im März an die Christen in Syrien hatte er gesagt: "Ihr seid nicht vergessen. Die Kirche ist weiterhin um euer Wohlergehen besorgt, denn ihr seid die Protagonisten der Mission Jesu in diesem Land."

Kirche in Not

KIRCHE IN NOT ist ein pastorales Hilfswerk, das sich rein aus Spenden finanziert. Es hilft vor allem bei der Aus- und Weiterbildung von Seminaristen, Priestern und Ordensleuten, bei Bau und Renovierung von Ausbildungsstätten und Kirchen, beim Übersetzen und Verlegen der Bibel und anderer religiöser Literatur und bei der Ausstrahlung religiöser Rundfunkprogramme.

KIRCHE IN NOT / Ostpriesterhilfe Deutschland e. V. (KiN)

Quelle:
KNA
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