Wallfahrtswoche in Würzburg fällt kleiner aus

"Kiliani bleibt ein Hochfest unserer Diözese"

Die traditionelle Kiliani-Wallfahrtswoche in Würzburg ist dieses Jahr wegen der Corona-Pandemie in der gewohnten Form abgesagt worden. Vereinzelte Veranstaltungen finden aber statt und auch der Kiliansschrein wird im Dom aufgestellt.

Gotteslob auf einer Kirchenbank im Kiliansdom in Würzburg / © Harald Oppitz (KNA)
Gotteslob auf einer Kirchenbank im Kiliansdom in Würzburg / © Harald Oppitz ( KNA )

So entfielen etwa die meisten großen Messen für besondere Gruppen, etwa auch die der Woche vorangestellten für Ehejubilare, sagte Weihbischof Ulrich Boom am Montag in Würzburg.

Er ist als Leiter der Hauptabteilung Seelsorge für die Vorbereitung verantwortlich. "Wenn Kiliani in diesem Jahr nicht wie bisher gefeiert wird: Es kommt nach dem Jahr 2020 ein neues Jahr 2021. Kiliani bleibt ein Hochfest unserer Diözese", so Boom.

Kiliansschrein wird aufgestellt

Geplant sei aber bisher eine Messe mit Bischof Franz Jung am Kiliani-Sonntag. Während der Woche werde es zum Abend hin Andachten und Tageszeitliturgien im Dom geben. Auch der Kiliansschrein mit den Häuptern der Frankenapostel Kilian, Kolonat und Totnan werde im Dom aufgestellt.

"Vielleicht ist es möglich, dass während der Kilianiwoche in drei bis vier großen Kilianskirchen in den Regionen unseres Bistums die Gläubigen mit den Bischöfen die heilige Messe feiern. Diese Dezentralisierung könnte ja auch ein Impuls sein", erklärte der Weihbischof.

Die Wallfahrtswoche erinnert an die drei Frankenapostel Kilian, Kolonat und Totnan. Die drei irischen Missionare erlitten um 689 in Würzburg den Märtyrertod. Die Gebeine der drei Patrone des Bistums Würzburg befinden sich in einem Schrein in der Neumünsterkirche.

Quelle:
KNA