Kiewer Erzbischof dankt Friedensdemonstranten weltweit

"Wer den Krieg nicht verurteilt, wird Mittäter"

Der ukrainisch-katholische Großerzbischof Swjatoslaw Schewtschuk von Kiew hat Friedensdemonstranten weltweit für ihren Protest gegen die "russische Aggression" gedankt. Auch Papst Franziskus lobte er in seiner Videobotschaft.

Anhänger der ukrainischen Souveränität protestieren in New York gegen die russische Invasion in die Ukraine / © John Minchillo (dpa)
Anhänger der ukrainischen Souveränität protestieren in New York gegen die russische Invasion in die Ukraine / © John Minchillo ( dpa )

"Wer schweigt, wer diesen Krieg nicht verurteilt, wird zum Mittäter des Verbrechens, zum Mitschuldigen an der Aggression und der Ermordung von Zivilisten in der Ukraine", sagte Schewtschuk am Montag in seiner täglichen Videobotschaft aus Kiew. Diese wurde vom Sekretariat der ukrainischen griechisch-katholischen Kirche in Rom verbreitet.

Krieg beenden

Zudem dankte der Geistliche jenen Politikern, die "sich um eine friedliche Lösung des Krieges in der Ukraine bemühen". Die Zeit großer Erklärungen und Grundsätze sei vorbei, so Schewtschuk weiter. Nun gehe es darum, konkrete Mechanismen zu suchen, den Krieg zu beenden.

Dabei bat er Gott um "Weisheit für diejenigen, die diplomatisch nach Möglichkeiten des Dialogs und der Beendigung dieser Aggression suchen". Auch dankte der Erzbischof der mit dem Papst unierten Kirche Franziskus für dessen deutliche Verurteilung der Kriegsgewalt.

Tägliche Videobotschaften

Seit Beginn des Krieges gegen die Ukraine meldet sich der Großerzbischof von Kiew-Halytsch täglich aus Kiew mit Videobotschaften. Darin schildert er aktuelle Kriegsereignisse, spricht Menschen Mut zu und geht auch auf seelsorgliche Probleme ein.

In einer seiner ersten Botschaften wandte er sich an die Angehörigen gefallener russischer Soldaten: Man wolle ihnen helfen, Informationen über das Schicksal ihrer Brüder, Väter und Söhne zu erhalten.

Spenden für Opfer des Krieges in der Ukraine

Viele Menschen möchten den Opfern des Krieges in der Ukraine möglichst konkret helfen. Fachleute halten Geldspenden beinahe immer für den besseren Weg als Sachspenden. DOMRADIO.DE hat eine Liste mit Spendenmöglichkeiten erstellt.

Wer einen Geldbetrag spenden möchte, sollte diesen am besten einer oder maximal zwei Organisationen zukommen lassen. Das mindert den Werbe- und Verwaltungsaufwand der Organisationen.

DOMRADIO.DE empfiehlt Spenden an folgende Hilfsorganisationen:

 

Caritas International

Hilfsbereitschaft für die Ukraine / © Halfpoint (shutterstock)
Hilfsbereitschaft für die Ukraine / © Halfpoint ( shutterstock )

Quelle:
KNA