Kirche in Slowakei verteidigt Ärzte vor Angriffen in Covid-Krise

"Keine Äußerungen der Feindschaft zulassen"

Die slowakischen Bischöfe haben sich öffentlich vor Mediziner und andere Fachleute gestellt, die im Kampf gegen die Corona-Pandemie zur Zielscheibe von Angriffen werden. Derartige Bedrohungen seien "absolut untragbar".

Symbolbild: Verzweifelte Ärztin im Gebet / © eldar nurkovic (shutterstock)
Symbolbild: Verzweifelte Ärztin im Gebet / © eldar nurkovic ( shutterstock )

Das betonte Bischofskonferenz-Generalsekretär Marian Chovanec laut dem offiziellen Kirchenportal "tkkbs.sk" (Donnerstag) zum Ende der Vollversammlung der Bischöfe in Badin. Katholiken dürften diesbezüglich "in ihrer Umgebung keine Äußerungen der Feindschaft zulassen", da dies weder dem Geist des Evangeliums noch dem Geist des Zusammenlebens in der Zivilgesellschaft entspreche, so der Bischof von Banska Bystrica.

Nachwirkungen des Papstbesuchs

Im Rahmen ihrer Beratungen befassten sich die Bischöfe unter anderem mit der beginnenden Weltsynode der katholischen Kirche und dem Papstbesuch in der Slowakei vor einem Monat. Ausdrücklich dankten sie Staatspräsidentin Zuzana Caputova, die dem Papst die Einladung zu der Visite unterbreitet hatte sowie allen staatlichen Vertretern, die sich der Initiative angeschlossen hatten.

Papst Franziskus hatte von 12. bis 15. September zunächst die Hauptstadt Bratislava und im Anschluss Kosice, Presov sowie den Marienwallfahrtsort Sastin besucht. Der Papst habe während seiner Reise "viele gute Samen in unseren Boden ausgestreut", erklärten die Bischöfe; man wünsche allen, "dass wir aus ihnen eine reiche Ernte für das geistliche Wohl des ganzen Landes einfahren können".

Neue Webseite zum Start der Weltsynode

Zum weltweiten Synodenprozess zum Thema "Für eine synodale Kirche: Gemeinschaft, Partizipation und Mission" stellten die Bischöfe die neue Website www.synoda.sk vor. Auch die Kirche in der Slowakei werde sich "auf den Weg des synodalen Gehens machen" und wie in anderen Weltregionen am Sonntag in den einzelnen Diözesen und Eparchien die erste Phase des mehrjährigen Prozesses eröffnen.

Die Vollversammlung der Bischöfe in Badin war die hundertste seit Bestehen der selbstständigen Slowakischen Bischofskonferenz. Diese war vom Heiligen Stuhl offiziell am 23. März 1993 errichtet worden, nachdem die Slowakische Republik am 1. Januar desselben Jahres ihre Unabhängigkeit erlangt hatte.


Papst Franziskus und Zuzana Caputova, Präsidentin der Slowakei / © Gregorio Borgia (dpa)
Papst Franziskus und Zuzana Caputova, Präsidentin der Slowakei / © Gregorio Borgia ( dpa )
Quelle:
KNA