Die katholische Kirche in Spanien will sich künftig mehr mit dem Islam befassen.
Dazu hat der Ständige Rat der Spanischen Bischofskonferenz eine Abteilung für Beziehungen mit dem Islam beschlossen, wie spanische Medien am Montag berichten. Das neue Gremium soll Teil einer Unterkommission der Bischofskonferenz für interkonfessionelle Beziehungen und interreligiösen Dialog werden.
Der Sprecher der Bischofskonferenz erklärte, dass auch andere Länder über solche Strukturen verfügen, etwa Frankreich und Italien. Die Aufgabe der neuen Abteilung bestehe darin, auf die pastoralen Herausforderungen zu reagieren, die sich aus der wachsenden Präsenz von Muslimen in Spanien ergeben.
Stärkung der Beziehungen zu Muslimen
Dazu gehören laut den Bischöfen die Unterstützung von Ehepartnern in gemischten Ehen sowie die Ausbildung von Priestern und Laien für den Dialog mit Muslimen. Die neue Dialog-Abteilung soll zudem katechetische Materialien erarbeiten, etwa für Konvertiten vom Islam zum Christentum. Zugleich wolle man sich um die Stärkung der Beziehungen zu Muslimen bemühen.
Laut dem Jahresbericht des Dachverbands der Islamischen Gemeinschaften Spaniens aus dem Jahr 2024 sollen rund 2,5 Millionen Muslime im Land leben. Das entspricht etwa fünf Prozent der Bevölkerung. Zu den Städten mit den größten muslimischen Bevölkerungsanteilen gehören Barcelona, Madrid und Melilla.