Am Mittwochabend beginnt in Würzburg der 104. Deutsche Katholikentag. Zur feierlichen Eröffnung auf dem Residenzplatz wird auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erwartet.
Die Veranstalter des fünftägigen Christentreffens rechnen mit rund 30.000 Dauerteilnehmern sowie etlichen Tausend Tagesgästen. Ihr Kommen angekündigt haben auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU), Politikerinnen und Politiker aus verschiedenen anderen Parteien sowie Prominente aus Kultur und Gesellschaft.
Bis Sonntag sind rund 900 Veranstaltungen geplant, darunter Gottesdienste, Konzerte, Ausstellungen und Diskussionen über aktuelle Fragen aus Kirche und Gesellschaft. Auf der "Kirchenmeile" am Mainufer stellen sich kirchliche und andere Verbände und Organisationen vor.
Missbrauch als Thema
Erstmals setzt sich der Katholikentag künstlerisch mit sexuellem Missbrauch auseinander, auch mehrere Veranstaltungen zum Thema stehen auf dem Programm. Außerdem geht es unter anderem um die Gefahren für die Demokratie, um Krieg und Frieden, die Klimakrise und die Situation der Kirche in der Gesellschaft.
Der Katholikentag steht in diesem Jahr unter dem Motto "Hab Mut, steh auf!" Das Christentreffen findet in der Regel alle zwei Jahre an wechselnden Orten statt. In Würzburg gastierte der Katholikentag bereits viermal, zuletzt 1907.