Nachdem ein Stein von der Fassade herabgefallen war, ist die Kathedrale im belgischen Namur polizeilich geschlossen worden - wohl bis April. Auf dem gesamten Vorplatz wurden Absperrungen aufgestellt, um einen Sicherheitsbereich abzugrenzen, wie das Portal cathobel.be am Montag berichtet. Alle Gottesdienste wurden verlegt.
Starke Regenfälle schuld
Die Behörden sehen den Vorfall in Zusammenhang mit den Wetterbedingungen der vergangenen Wochen: Starke Regenfälle wurden gefolgt von einer Periode intensiven Frosts und Tauwetters. Das gefrierende Wasser habe einen instabilen Stein geschwächt, der sich von der Fassade gelöst habe.
Der gerade erst ins Amt eingeführte Bischof der Hauptstadt der Region Wallonie, Fabien Lejeusne (52), steht nun ohne seine Bischofskirche da. Die barocke Kathedrale Saint-Aubain stammt aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Umfangreiche Restaurierungsarbeiten, für die auch ein europäisches Budget von 14 Millionen Euro seit langem bewilligt sei, sind laut Bericht seit mehr als zehn Jahren geplant. Sie seien jedoch immer wieder verschoben worden, während die Schäden immer größer würden.